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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Von ganz unten an die Spitze: Wie schwer ist sozialer Aufstieg?
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Von ganz unten an die Spitze: Wie schwer ist sozialer Aufstieg?

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 16. Februar 2026 09:49
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Kann man den sozialen Aufstieg aus den sogenannten „einfachen Verhältnissen“ wirklich schaffen? Wer sich allein durchkämpfen muss, kann es zwar schaffen, aber der Weg zum Erfolg ist wesentlich steiniger. Unterstützung ist für den sozialen Aufstieg eine unschätzbare Hilfe: Etwa durch engagierte Lehrer, Mentoren in der Schulzeit oder Networking während und nach dem Studium.

Inhaltsübersicht
Sozialer Aufstieg: Chance für alle oder eher die Ausnahme?Bildungsökonom: „Chance auf den Aufstieg relativ gering“So sinnvoll sind Mentoring-Programme für den sozialen Aufstieg

Sozialer Aufstieg: Chance für alle oder eher die Ausnahme?

Zum Beispiel Natalya: Kurz nach der Jahrtausendwende kam die Ukrainerin im Alter von elf Jahren mit ihren Eltern aus Kiew nach Augsburg-Oberhausen. Natalya musste komplett neu anfangen: fremde Sprache, fremde Umgebung, keine Freunde. Die Armut der Familie prägte die Heranwachsende. „Ich habe mich vor allem sehr, sehr krass geschämt, wie ich lebe, was wir essen, was ich anziehe, dass alles getragen ist, dass meine Mäppchen vor mir anderen Leuten gehört haben“, beschreibt Natalya die Situation rückblickend. „Ein paar Leute haben sich auch lustig darüber gemacht und gefragt, ob ich mich nicht ekele, davor, dass ich Sachen anziehe, die vor mir schon andere getragen haben.“ Das sitze sehr tief und diese Scham sei ganz schwer abzulegen. „Sie begleitet einen bis ins Erwachsenenalter.“

Natalya besuchte die Realschule, stellte sich auf eigene Faust bei einem Gymnasium vor. Doch dort hieß es, „dass das nicht geht. Und wenn ich aufs Gymnasium gehört hätte, wäre ich schon auf einem“, erzählt Natalya.

Bildungsökonom: „Chance auf den Aufstieg relativ gering“

Aus einfachen Verhältnissen aufs Gymnasium – das ist immer noch die Ausnahme. Nur 21 Prozent der Kinder, deren Eltern selbst nicht auf dem Gymnasium waren und die im unteren Viertel der Einkommensverteilung liegen, gehen aufs Gymnasium, berichtet Professor Ludger Wößmann vom Ifo-Institut. Bei Kindern, deren Eltern Abitur gemacht haben und im oberen Viertel der Einkommensverteilung liegen, seien es über 80 Prozent. „Diese Chance auf den Aufstieg ist schon relativ gering“, resümiert Wößmann.

Natalyas Weg führte sie nach der Mittleren Reife nach München. Sie wurde erst Fremdsprachenkorrespondentin, dann staatlich geprüfte Übersetzerin und Dolmetscherin. In England konnte sie damit studieren und machte ihren Masterabschluss. Heute ist sie eine erfolgreiche Managerin in einer großen Unternehmensberatung.

Außerdem gründete sie das „Netzwerk Chancen“ – ein Karriere-Netzwerk für Menschen, die aus einfachen Verhältnissen kommen. Für ihr Engagement bekam sie 2024 das Bundesverdienstkreuz. „Es geht nicht darum, dass einzelne Menschen es trotz der Hürden schaffen“, betont Natalya, sondern, „dass wir eine Arbeitswelt schaffen, in der tatsächliche Leistung zählt und nicht die Herkunft“.

So sinnvoll sind Mentoring-Programme für den sozialen Aufstieg

Auch Sagithjan Surendra aus Nürnberg wurde von „Netzwerk Chancen“ begleitet. Inzwischen ist er für politische Kommunikation beim SOS-Kinderdorf zuständig. Doch aufgewachsen ist er in armen Verhältnissen. Die Eltern, politische Flüchtlinge aus Sri Lanka, hatten kaum Geld. „Ich habe schnell angefangen, meinen Eltern von Klassenfahrten erst gar nicht zu erzählen“, erinnert sich Sagithjan. „Dann saß ich halt in der Parallelklasse die drei Tage.“

Er schafft es aufs Gymnasium und will andere ermutigen. Mit 18 gründet er Aelius, ein Förderwerk für Schüler, die wie er aus einfachen Verhältnissen kommen. Das Besondere: Die Schüler bekommen einen eigenen Mentor, der sie die ganze Schulzeit über begleitet. Mehr als 8.000 Schüler hat Aelius bereits gefördert.

Wie wichtig Mentoring für junge Menschen sein kann, ist wissenschaftlich belegt. „Wir sehen, dass bei Jugendlichen, die einen Mentoren bekommen haben, ein Jahr später die schulischen Leistungen deutlich besser waren. Sie haben eine größere Zukunftsorientierung und auch schon mehr über den Übertritt in den Arbeitsmarkt nachgedacht“, erklärt Wößmann. Diese Mentoring-Programme könnten tatsächlich einen Teil dessen übernehmen, was in bessergestellten Familien die Familien automatisch übernehmen. Und das sei genau das, was den Jugendlichen fehle.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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