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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Netzwelt > So funktioniert KI-Prompting im Jahr 2026
Netzwelt

So funktioniert KI-Prompting im Jahr 2026

Benjamin Lehmann
Zuletzt aktualisert 20. Februar 2026 08:49
Von Benjamin Lehmann
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2 min. Lesezeit
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Tipp 2: Informationen geben statt Tricks anwenden

Die KI kann nur die Rätsel lösen, die sie auch wirklich versteht. Deshalb gilt: Gerne möglichst viele Informationen über die Aufgabe hinzufügen.

Inhaltsübersicht
Tipp 2: Informationen geben statt Tricks anwendenTipp 3: Beispiele zeigen und Format festlegenTipp 4: Iterativ arbeiten – aber richtig

Das KI-Unternehmen Anthropic hat dafür 2025 den Begriff „Context Engineering“ geprägt. Statt des klassischen „Prompt Engineering“ geht es nun darum, möglichst gezielte Informationen auszuwählen und in den Prompt einzufügen. Man muss seine Prompts dabei nicht perfekt strukturieren – lose diktierte Gedanken reichen oft aus. Wichtiger als die Form ist, dass alle relevanten Informationen im Prompt landen. Allerdings schadet auch zu viel Kontext: Schon ab einigen tausend Wörtern werden KI-Modelle bei Denkaufgaben messbar schlechter. So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Tipp 3: Beispiele zeigen und Format festlegen

Wer der KI ein paar Beispiele mitgibt, verbessert die Ergebnisse deutlich. Eine Metaanalyse mit 58 Techniken fand, dass sogenanntes „Few-Shot Prompting“ – also das Beifügen von ein bis fünf Beispielen – konsistent die höchste Genauigkeit liefert. Google empfiehlt die Technik ausdrücklich für jeden Prompt.

Genauso wichtig: das Ausgabeformat festlegen. „Gib mir 20 Vorschläge mit maximal 45 Zeichen“ liefert deutlich Besseres als „Mach mal ein paar Vorschläge“. Die Forschung zeigt, dass die Formatwahl allein die Leistung um bis zu 300 Prozent variieren kann.

Tipp 4: Iterativ arbeiten – aber richtig

Selten führt der erste Prompt zum besten Ergebnis. Man probiert aus, schaut, was zurückkommt, und überlegt, welche Information fehlt. Dabei gibt es einen häufigen Fehler: endlos mit der KI hin und her chatten. In einer Analyse von über 200.000 Konversationen fiel die Leistung in langen Gesprächen im Schnitt um 39 Prozent. Das Problem: Trifft die KI früh eine falsche Annahme, erholt sie sich nicht mehr davon.

Die bessere Methode: Statt weiterzuchatten die ursprüngliche Nachricht bearbeiten. Und hat man das perfekte Ergebnis gefunden, lässt man die KI am Ende alle Faktoren in einem einzigen wiederverwendbaren Prompt zusammenfassen – einer Vorlage, die man künftig nur noch mit dem neuen Thema füllt.

 

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Von Benjamin Lehmann
Benjamin Lehmann schreibt für das Ressort Netzwelt der WirtschaftsRundschau. Mit seinem Fachwissen in digitalen Technologien und Internetkultur informiert er über aktuelle Trends und Innovationen und bietet den Lesern wertvolle Einblicke in die digitale Welt.
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