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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Iran-Krieg: Hohe Gaspreise treffen auf leere Gasspeicher
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Iran-Krieg: Hohe Gaspreise treffen auf leere Gasspeicher

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 4. März 2026 16:48
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Großhandelspreise und Energiebörse deuten auf drastische Änderungen

Am Spotmarkt TTF von Amsterdam, wo es um ganz kurzfristige Lieferungen geht, ist der Preis für die Megawattstunde gleich mit den ersten Angriffen im Iran um gut die Hälfte nach oben geschossen auf knapp 60 Euro. Das ist aber immer noch sehr viel weniger als zur Gaslieferkrise 2022/2023 zu Beginn des Ukrainekriegs, wo in der Spitze mehr als 300 Euro für die Megawattstunde zu zahlen waren.

Inhaltsübersicht
Großhandelspreise und Energiebörse deuten auf drastische ÄnderungenIm Sommer soll Gas teuer werdenBundeswirtschaftsministerin Reiche hält Situation für beherrschbarFazit: Gaskunden, wie Mieter müssen sich wohl auf höhere Heizkosten einstellen

Im Sommer soll Gas teuer werden

Was in Amsterdam sehr viel teurer geworden ist, nämlich um rund 80 Prozent, sind Gaslieferkontrakte für die nächsten Monate. Die Sommersaison, in der die Erdgasspeicher nach der Heizperiode im Winter wieder aufgefüllt werden, bietet in normalen Jahren sehr günstige Lieferpreise wegen des niedrigen Verbrauchs. Diesmal ist jedoch alles anders, weil durch den drohenden Ausfall von Katar mit ganz neuen Preisstrukturen zu rechnen ist.

Bundeswirtschaftsministerin Reiche hält Situation für beherrschbar

Für Deutschland spielen direkte Gaslieferungen aus der Golfregion kaum eine Rolle, die wegen iranischer Angriffe komplett ausfallen können. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hält deshalb die Versorgung mit Pipelinegas aus Norwegen und Tankschiffen aus den USA für gesichert, auf die es für uns am meisten ankommt.

Fazit: Gaskunden, wie Mieter müssen sich wohl auf höhere Heizkosten einstellen

Über einen längeren Zeitraum wird sich ein weltweiter Preisanstieg beim Gas überall bemerkbar machen, vor allem bei kurzfristigen Schiffslieferungen mit verflüssigtem LNG. Hinzukommt, dass die deutschen Gasspeicher besonders leer sind, bald wieder aufgefüllt werden müssen und das vermutlich zu wesentlich höheren Preisen.

Anfang März zeigte die Bundesnetzagentur für die deutschen Gasspeicher Füllstände zwischen 20,8 bis 20,9 Prozent an mit Tagesschwankungen um 0,1 Prozent. Bis zum November sollten die Speicher nach gesetzlichen Vorgaben auf etwa 80 Prozent gefüllt sein. Das war aber 2025 auch schon nicht der Fall: Im Vorjahr waren es maximal 76 Prozent Ende September. In diesem Jahr könnte man notfalls versuchen, mit noch weniger Speichergas über die Runden zu kommen, falls sich in diesem Sommer der sonst übliche Preisvorteil nicht ergibt und es sich nicht lohnt, so viel einzulagern.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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