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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Freude in Bayreuth: Richard-Wagner-Museum in Venedig gesichert
Kultur

Freude in Bayreuth: Richard-Wagner-Museum in Venedig gesichert

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 17. April 2026 09:47
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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Ein seit mehr als 30 Jahren angedachtes Richard-Wagner-Museum in Venedig nimmt nun konkrete Gestalt an. Darauf verweist die Stadt Bayreuth in einer Mitteilung. Geplant sei, dass das Museum ab 2027 offiziell Teil des städtischen Museum-Netzwerks von Venedig wird – auf einer Stufe mit dem Dogenpalast oder dem Museo Correr, heißt es. Bisher war es privat betrieben worden und die Zukunft daher nicht gewiss.

Inhaltsübersicht
Wagner lebt in Bayreuth und stirbt in VenedigEigene Wagner-Räume im Palazzo Vendramin CalergiBayreuth und Venedig: Vertrag über kulturelle Zusammenarbeit

„Damit wird ein Ort geschaffen, um die schon lange vereinbarte Zusammenarbeit von Venedig und Bayreuth mit Ausstellungen, einzelnen Ausstellungsstücken sowie dem Austausch von Konzerten und Vortragsveranstaltungen direkt mit Leben zu füllen“, so Bayreuths Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (CSU).

Wagner lebt in Bayreuth und stirbt in Venedig

Wie der stellvertretende Pressesprecher der Stadt, Steffen Huber, auf Anfrage erklärt, könne es nun auch leichter zum Beispiel einen Austausch von Exponaten aus dem Fundus des Richard-Wagner-Museums in Bayreuth und dem Museum in Venedig geben.

Wagner, 1813 in Leipzig geboren, lebte und arbeitete später in Bayreuth, wo er sich ab 1872 seinen Traum erfüllte und mit dem heute weltbekannten Festspielhaus ein eigenes Theater für seine Stücke bauen ließ. Bei einer Italienreise 1883 starb der Komponist in Venedig im Palazzo Vendramin Calergi.

Sein Sterbezimmer in dem Palazzo wurde später als Museum eines privaten Trägers eingerichtet und war der Öffentlichkeit bereits länger zugänglich. Der Palazzo wurde Anfang des 16. Jahrhunderts im Auftrag der Familie Loredan im Stil der Renaissance erbaut und gilt als Prachtbau. Er wurde bereits 1946 von der Stadt Venedig übernommen. Nun ist auch das Museum in städtischer Hand.

Eigene Wagner-Räume im Palazzo Vendramin Calergi

Laut Mitteilung wurde am 30. März ein Abkommen zwischen verschiedenen Stiftungen und Organisationen der Lagunenstadt – dem Richard-Wagner-Verband Venedig, der Stiftung „Städtische Museen Venedig“ und dem Stadtcasino – unterzeichnet, das die Zukunft der Wagner-Räume im Palazzo Vendramin Calergi sichere. Für die Stadt Bayreuth und ihre Bürgerinnen und Bürger entstehen dadurch keine Kosten, wie die Stadt auf Anfrage von BR24 am Donnerstag mitteilt.

Bayreuth und Venedig: Vertrag über kulturelle Zusammenarbeit

Ausgangspunkt für das Museums-Projekt zu Ehren des Komponisten war demnach ein internationaler Richard-Wagner-Kongress im April 1994 in Venedig. Damals schlossen die Stadt Venedig und die Stadt Bayreuth mit dem damaligen Oberbürgermeister Dieter Mronz (SPD) einen Vertrag über kulturelle Zusammenarbeit zur Pflege der Werke Richard Wagners. Ziel des Vertrags sei es gewesen, ein Richard-Wagner-Museum in der Lagunenstadt zu eröffnen. Getragen wurde diese Initiative maßgeblich vom Richard-Wagner-Verband Venedig.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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