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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Kommissar Rex ermittelt wieder
Kultur

Kommissar Rex ermittelt wieder

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 21. April 2026 11:47
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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Der Stephansdom in Wien, ein blutroter Mond, Polizeisirenen – und mittendrin der Kommissar: Kein Jahr gealtert, gewieft und handlungsschnell wie eh und je spürt er die Bombe in einem am Dom gelegenen Restaurant auf. Ein Sprengstoff- und Spionage-Fall mit Referenzen zur allerersten „Kommissar Rex“-Folge aus dem Jahr 1994. Da werden Gefühle wach – auch wenn Rex` Herrchen und Chef ein Neuer ist.

Inhaltsübersicht
Neuer Ermittler wird am Original gemessenMünchner ist neuer Ermittler in WienHeile Welt trotz Verbrechen

Neuer Ermittler wird am Original gemessen

Den Rex erkennt man – nach zwölf Jahren Pause – sofort wieder, auch wenn er natürlich nicht mehr derselbe Schäferhund ist. Den Max, Steiner, muss man erst kennenlernen. Klar, der menschliche Part hat es in der Serie immer schwerer gehabt: Jeder neue Ermittler muss sich am Original Tobias Moretti aka Kriminalinspektor Richie Moser messen lassen. Die Kultfigur ist ja schon 1998 in der vielleicht tragischsten Rex-Folge aller Zeiten von einem Psychopathen – gespielt von Ulrich Tukur – erschossen worden.

Seine Nachfolger, der draufgängerische Münchner Gedeon Burkhard als Alex Brandtner und der ruhige Wiener Alexander Pschill als Marc Hoffmann, waren eben immer nur das: Nachfolger. Und an die italienischen Rex-Ableger erinnern sich nur die echten Hardcore-Fans. Besser so!

Münchner ist neuer Ermittler in Wien

Jetzt also Maximilian Brückner – wieder ein Münchner, kein Wiener – als Ermittler Max Steiner. Nein, er ist kein neuer Tobias Moretti, aber eine Figur, mit der man schnell warm wird und die perfekt in die Rex-Papa-Rolle passt. Sympathisch und selbstironisch prescht er zusammen mit seinem Partner immer wieder auf eigene Faust vor, zeigt sich als Single-Vater aber auch nachdenklich, verletzlich und emotional intelligent, nicht nur in den Gesprächen mit seinem Vierbeiner.

Brückner gelingt mit seiner Figur durchaus ein Brückenschlag vom 1990er Zeitgeist ins Jahr 2026. Auch wenn insgesamt natürlich die Rex-Nostalgie überwiegt – überwiegen soll.

Heile Welt trotz Verbrechen

Klar lebt die Serie – es wird sechs eineinhalb-stündige Folgen geben, die zweite ist gerade gelaufen – weiterhin von ihrer besonderen Tonart, dem Wiener Schmäh, dem Wohlfühlfaktor, der hartnäckigen Realitätsverweigerung – und den alten Ritualen: der Wurstsemmel für Rex oder dem Flirt am Arbeitsplatz.

Die Krimifälle sind nach wie vor an den Haaren herbeigezogen, mit Verfolgungsjagden aus Hundeperspektive angereichert. Doch eigentlich sind sie ja nur das Alibi für ein gemütlich-altmodisches Wien, in dem die Menschen miteinander ringen, scherzen und Gassi gehen und in dem trotz der Verbrechen irgendwie alles in Ordnung ist.

Dieses Gefühl aus den 90ern, als das sorgenfreie, sichere Leben so nah schien, wirkt heute aus der Zeit gefallen, hat aber viel Anziehungskraft. Zumal, wenn es so undeutsch, so leicht und geschmeidig daherkommt wie bei Kommissar Rex.

Nein, es muss nicht immer Hochkultur und Sozialkritik sein, manchmal tut es auch eine Wurstsemmel und ein bisschen Hundegebell.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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