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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > BMW schraubt Gewinnziele nach unten
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BMW schraubt Gewinnziele nach unten

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 17. Juni 2026 13:48
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Bisher ist BMW im Gegensatz zur Konkurrenz noch recht glimpflich durch die vielen Krisen gekommen. Doch der Wind ist in den vergangenen Wochen rauer geworden. Explizit nennt BMW die Spannungen im Nahen Osten. Die Auswirkungen hielten entgegen den bisherigen Einschätzungen weiter an, heißt es. Hinzu kommt die schwache Entwicklung in China.

Inhaltsübersicht
Talfahrt auf dem chinesischen Automarkt hat sich beschleunigtSparkurs bei BMW wird sich wohl verschärfenAktionäre von BMW reagieren enttäuscht

Talfahrt auf dem chinesischen Automarkt hat sich beschleunigt

Laut dem chinesischen Branchenverband CPCA brach der Absatz auf dem immerhin weltgrößten Automarkt in den ersten fünf Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 20 Prozent ein. Als Gründe werden die auslaufende staatliche Förderung von Elektroautos und die hohen Kraftstoffpreise genannt, die das Geschäft mit den Verbrennern belasten.

Das trifft auch andere Hersteller wie den VW-Konzern. Und wie die Wolfsburger gehen auch die Münchner mit Blick nach China nun offensichtlich nicht mehr davon aus, dass sich die Lage in diesem Jahr noch groß bessert. Die schwache Nachfrage in China und die starke chinesische Konkurrenz führen dazu, dass die deutschen Autobauer entweder auf Umsatz verzichten oder den Kunden mit hohen Rabatten entgegenkommen müssen.

Auch müssen die deutschen Hersteller befürchten, dass die chinesischen Konkurrenten wie BYD und MG zunehmend nach Europa streben. Bei BMW wird nicht damit gerechnet, dass man die Rückgänge in China mit mehr Verkäufen in Europa und den USA wettmachen kann.

Sparkurs bei BMW wird sich wohl verschärfen

Hinzu kommen laut BMW die unverändert hohen Energiepreise, die die Kosten steigen lassen. Das heißt, der Konzern verdient mit jedem verkauften Auto weniger. Die Münchner haben ihre Jahresprognose für die Ebit-Marge im Automobilbereich deshalb stark zusammengestrichen, von vier bis sechs Prozent auf nur noch eins bis drei Prozent. Die Ebit-Marge drückt das Verhältnis zwischen Gewinn vor Zinsen und Steuern und dem Umsatz aus.

Was bei den Mitarbeitern für Unruhe sorgen könnte, ist die Ankündigung, dass der Vorstand seine „Struktur und Effizienzmaßnahmen intensivieren und beschleunigen“ will. Übersetzt heißt das, der Sparkurs wird voraussichtlich in den nächsten Monaten verschärft. Der Vorstand hat bereits angekündigt, dass die Maßnahmen das Ergebnis einmalig im zweiten Halbjahr belasten. Die Effekte würden in den Folgejahren sichtbar.

Details wurden allerdings noch nicht genannt. Bisher war man bei BMW stolz darauf, im Gegensatz zu anderen Konkurrenten wie VW oder Zulieferern auf große Stellenabbauprogramme verzichten zu können.

Aktionäre von BMW reagieren enttäuscht

An den Börsen hat die niedrigere Jahresprognose die Titel unter Druck gesetzt. Mit einer so starken Senkung der Ziele hatten die Märkte offensichtlich nicht gerechnet. So rechnet der Vorstand nun auch mit einem leichten Minus bei den Verkäufen.

Weitere Details zur Geschäftsentwicklung und dem Sparkurs durfte es Ende Juli geben, wenn der neue BMW-Chef Milan Nedeljkovic die Quartalszahlen präsentiert. Sie dürften ziemlich trübe ausfallen. Die beschriebenen Auswirkungen hätten bereits im zweiten Quartal zu einem deutlichen Rückgang bei Ergebnis sowie Free Cashflow gegenüber dem Vorjahr geführt, heißt es in München.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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