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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > BayWa-Bau- & Gartenmärkte in der Insolvenz
Wirtschaft

BayWa-Bau- & Gartenmärkte in der Insolvenz

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 26. Juni 2026 09:48
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Die BayWa Bau- und Gartenmärkte gehören schon lange nicht mehr zur BayWa AG in München. Als Teil der Hellweg-Gruppe sind die restlichen 46 Märkte jetzt in eine Insolvenz in Eigenregie gerutscht – mit ungewissen Zukunftsaussichten.

Inhaltsübersicht
Fragen zu einzelnen BayWa-Standorten in Bayern derzeit noch offenBayWa-Geschäftsführung unter Aufsicht von RestrukturierungsexpertenGroßes Warenangebot trifft auf schwächere NachfrageBaumärkte der BayWa schon länger nicht mehr Teil der BayWa AGEinige BayWa-Baumärkte in Bayern schon länger in SchwierigkeitenMarktbereinigung bei B1, Hagebau und vielen anderen

Fragen zu einzelnen BayWa-Standorten in Bayern derzeit noch offen

Alle Bau- und Gartenmärkte leiden gerade unter der anhaltenden Konsumflaute und den hohen Energie- und Rohstoffpreisen. In Bayern könnte es deshalb zur Schließung von weiteren BayWa-Baumärkten kommen, deren Muttergesellschaft Hellweg in Nordrhein-Westfalen soeben Insolvenz in Eigenregie angemeldet hat. Davon sind 4.300 Mitarbeiter betroffen. Die Bundesagentur für Arbeit zahlt nur für drei Monate ein Insolvenzgeld, das dem vollen Nettolohn entspricht. Für die Zeit danach ist alles offen.

BayWa-Geschäftsführung unter Aufsicht von Restrukturierungsexperten

Auch die BayWa Bau- & Gartenmärkte (Dortmund) sind mit ihrer bayerischen Zweigniederlassung in Garching bei München in den Strudel der Hellweg-Insolvenz geraten. Bei ihnen geht es um 1.300 Mitarbeiter in zuletzt 46 Märkten im süddeutschen Raum von Bayern und Baden-Württemberg.

Für sie muss die Geschäftsführung unter Aufsicht eines juristischen Sachwalters und von Sanierungsexperten jetzt mit der Insolvenz in Eigenregie in wenigen Wochen eine wirtschaftlich tragfähige Lösung finden. An einer Verkleinerung des Geschäftsmodells führt wohl kein Weg vorbei. Wie das konkret für einzelne Standorte aussehen wird, ist wenige Tage nach dem Insolvenzantrag noch unklar.

Großes Warenangebot trifft auf schwächere Nachfrage

Die BayWa-Baumärkte sollen weiterhin mit rund 60.000 Artikeln für Nähe und Regionalität stehen, heißt es in der Pressemitteilung zum Insolvenzverfahren. Hintergrund für den jetzt eingeschlagenen Weg seien die Herausforderungen des Marktes: „Wie zahlreiche Unternehmen der Branche sieht sich auch die BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG mit den Auswirkungen einer zurückhaltenden Konsumnachfrage, weltweiten Krisenentwicklungen, sowie Belastungen entlang der Lieferketten konfrontiert. Hinzu kommen steigende Miet- und Betriebskosten.“

Baumärkte der BayWa schon länger nicht mehr Teil der BayWa AG

Schon seit 2012 sind die BayWa Bau- und Gartenmärkte nicht mehr Teil der BayWa AG in München. Diese hatte sie an das Familienunternehmen Hellweg in Nordrhein-Westfalen verkauft. Dort befinden sich die meisten der „Hellweg“-Baumärkte, von denen mehrere bereits im Vorfeld der Insolvenz geschlossen wurden.

Daneben gibt es die eigenständige Marke der BayWa Bau- & Garten Märkte. Schon in den vergangenen Jahren kam es innerhalb der gesamten Hellweg-Gruppe immer wieder zu Umstrukturierungen, weil einzelne Standorte nicht mehr profitabel waren.

Einige BayWa-Baumärkte in Bayern schon länger in Schwierigkeiten

So wurden erst im Februar die beiden BayWa-Märkte in Aschaffenburg und in Schwandorf abgewickelt. Weitere Schließungen in Bayern seien möglich, aber noch nicht entschieden, hieß es damals bereits. Mitten in diesen Prozess platzt nun die Insolvenz in Eigenregie des Mutterkonzerns Hellweg, von der zugleich auch das Tochterunternehmen im Freistaat betroffen ist.

Immerhin bleiben alle Märkte in Bayern zunächst weiter geöffnet, Kundinnen und Kunden sollen nichts von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten mitbekommen. Online-Bestellungen sollen ebenfalls möglich sein.

Marktbereinigung bei B1, Hagebau und vielen anderen

Baumarktketten haben derzeit mit weniger Kundschaft und niedrigeren Umsätzen zu kämpfen, mit höheren Kosten und mit riesigen Verkaufsflächen, die aus heutiger Sicht oft viel zu groß geplant wurden.

Selbst Branchenriesen wie Bauhaus schließen Standorte. Hagebau steht unter Druck, weil viele Franchise-Nehmer zu Obi wechseln, wo die Märkte in diesem Fall weitergeführt werden. Und die Rewe-Gruppe ist weitgehend damit gescheitert, neben ihren Toom-Baumärkten die zusätzliche Billig-Marke B1 aufzubauen.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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