Alles fing mit einem Spaßgetränk an. Genauer gesagt mit einem „Coconut Cloud Matcha“. Maya Brinkmeyer, wie „djmayoo“ mit bürgerlichem Namen heißt, wollte ihrer Community bei dem heißen Wetter ein Rezept für ein kühlendes Getränk zeigen. Und so hielt sie unter anderem Kokoswasser, Eis, Matcha und Hafermilch in die Kamera, erklärte, wie das gemixt werden muss, und lud das Video auf Instagram hoch.
Ein paar Minuten später bekam sie eine Benachrichtigung: Ihre Spracheinstellungen seien fertig. Plötzlich sah sie sich selbst, wie sie nicht nur auf Deutsch in die Kamera sprach, sondern auch auf Bengalisch und Englisch erklärte, wie der „Coconut Cloud Matcha“ zubereitet wird. Und weil Brinkmeyer das „ultra gruselig“ fand, drehte sie prompt ein weiteres Video darüber. Fast 500.000 Aufrufe hat es mittlerweile bekommen.
Meta: Auch Lippenbewegungen werden angepasst
Was Brinkmeyer Bengalisch sprechen lässt, ist eine automatisierte Übersetzung durch künstliche Intelligenz (KI). Keine Neuheit an sich: Auf YouTube werden Videos schon länger automatisch übersetzt. Dort sind es aber oft roboterhafte, emotionslose Stimmen, an denen man die KI sofort erkennt.
Meta, der Konzern hinter Instagram, geht einen anderen Weg: „Voice Preservation“. Die Übersetzung nutzt die Stimmfarbe des Originals und lässt sie in der Fremdsprache sprechen. Auch die Lippenbewegungen werden entsprechend synchronisiert.

