Der irische Musiker und Oscar-Preisträger Glen Hansard ist bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen. Er wurde 56 Jahre alt. „Mit gebrochenen Herzen geben wir den Tod von Glen Hansard bekannt“, teilte sein Management mehreren Medien mit, unter anderem der „Irish Times“ und dem Sender RTÉ. „Glens Familie ist von diesem tragischen Verlust tief schockiert und untröstlich.“
Irische Polizei bestätigt Unfall
Die irische Polizei bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass ein Mann zwischen 50 und 60 Jahren nach einem Motorradunfall trotz Rettungsversuchen noch am Unfallort starb. Der Notruf sei um kurz vor 4:30 Uhr am Mittwochmorgen eingegangen, so das Statement. Demnach handelte es sich um einen Unfall ohne Beteiligung weiterer Fahrzeuge.
Der in Dublin geborene Sänger und Gitarrist war 2008 gemeinsam mit Markéta Irglová für „Falling Slowly“ im Film „Once“ mit dem Oscar für den besten Song ausgezeichnet worden. In dem Film spielte der Ire selbst die Hauptrolle als Straßenmusiker – so hatte er einst seine Karriere begonnen. Hansard war „einer der gefeiertsten und einflussreichsten Musiker Irlands“, schrieb der Sender RTÉ jetzt. Der Nachrichtenagentur PA zufolge hinterlässt Hansard einen erst drei Jahre alten Sohn.
Vom Straßenmusiker zum Rock- und Filmstar
Bekannt wurde er in den 1990er Jahren vor allem als Sänger der Rockband „The Frames“. Schon im Film „The Commitments“ von 1991 bewies Hansard seine Schauspielkunst. In den vergangenen Jahren arbeitete der Ire vor allem als Solo-Künstler, sein letztes Album war das in diesem Jahr erschienene „Don’t Settle (Transmissions East)“.
Noch vor zwei Jahren hatte Hansard bei der Trauerfeier für seinen Landsmann Shane MacGowan einen viel beachteten Auftritt: Zusammen mit der Sängerin Lisa O’Neill spielte er dessen Hit „Fairytale of New York“. Die Aufnahme davon in einer Kirche im ländlichen Irland ging um die Welt. Dass Hansard so kurze Zeit später sterben würde, war damals nicht zu ahnen.

