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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Gewinneinbruch bei BMW: Was bedeutet das für den Autobauer?
Wirtschaft

Gewinneinbruch bei BMW: Was bedeutet das für den Autobauer?

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 30. Juli 2026 14:48
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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In den vergangenen Wochen habe man gesehen, wie schnell sich ihr Geschäftsumfeld verändern könne, erklärte BMW-Chef Milan Nedeljkovic gleich zu Beginn der Vorstellung der Quartalszahlen in München. Vor allem die beschleunigte Talfahrt auf dem Automarkt in China setzt den deutschen Herstellern zu. Daneben nennt der neue Vorstandsvorsitzende den Gegenwind durch Zölle, Handelsbarrieren, Wechselkurse, regulatorische Anforderungen und die Auswirkungen der Krise im Nahen Osten.

Inhaltsübersicht
Neuer BMW-Chef unzufrieden mit dem ErgebnisVorstand nennt keine konkreten AbbauzahlenBMW rechnet nicht mit einer schnelleren Besserung

Dies alles zeigt sich an den Zahlen. Im zweiten Quartal ging der Umsatz von BMW um acht Prozent zurück, auf 31,3 Milliarden Euro. Einen noch deutlicheren Rückgang mussten die Münchner beim Ergebnis hinnehmen. Unter dem Strich fiel der Gewinn um 35 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.

Neuer BMW-Chef unzufrieden mit dem Ergebnis

Lange war BMW in diesem unruhigen Fahrwasser etwas besser unterwegs als die beiden anderen großen deutschen Autokonzerne Mercedes-Benz und Volkswagen. Auch trotz des deutlichen Gewinnrückgangs steht BMW im Vergleich zu diesen gar nicht mal so schlecht da. So erzielte Mercedes ein Quartalsergebnis von 1,1 Milliarden Euro. VW hatte zwar mit etwas über 1,5 Milliarden Euro in diesem Vergleich die Nase vorn, allerdings ist der Konzern mit seinen vielen Marken wie Audi und Porsche auch sehr viel größer.

Trotzdem bezeichnete Nedeljkovic die Entwicklung von BMW im ersten Halbjahr als „unzufriedenstellend“. Deshalb will er das Unternehmen nun effizienter und schlanker aufstellen, wie er noch mal betonte und damit auch das geplante Abfindungsprogramm verteidigte.

Vorstand nennt keine konkreten Abbauzahlen

Während Unternehmenskreise gestern davon sprachen, dass der Münchner Autobauer weltweit bis zu 8.000 seiner rund 154.000 Stellen streichen will, wollte BMW-Chef Milan Nedeljkovic diese Zahl heute nicht bestätigen. Hintergrund ihrer Zurückhaltung sei, dass man nicht über ein reines Abbauprogramm rede und auch nicht darüber spreche, dass man jetzt schon Überhänge an Personal habe und daraus ableiten könne, wieviel Beschäftigte abgebaut werden.

Möglicherweise liegt es auch daran, dass noch einige Details offen sind. Auch vom Gesamtbetriebsrat fehlt eine Einordnung. Mehrfache BR-Anfragen an die Arbeitnehmervertretung wurden entweder abgelehnt oder nicht beantwortet. Fakt ist: Der neue BMW-Chef will das Unternehmen schlanker und effizienter aufstellen, auch mit Hilfe Künstlicher Intelligenz.

Mit KI könne man den Mitarbeitern mehr Informationen geben. Das mache sie schneller und sorge dafür, dass man mit kleineren Teams umfangreichere Aufgabenbereiche abdecken könne, betont Nedeljkovic. Seinen Worten nach befindet sich das Unternehmen in einem Transformationsprozess, in dem man sich alle Kernprozesse genau anschaue.

BMW rechnet nicht mit einer schnelleren Besserung

Bis es wieder richtig gut läuft bei BMW, wird es wohl noch etwas dauern. Zum Beginn des nächsten Jahrzehnts wolle man in den Margenkorridor von acht bis zehn Prozent zurückkehren, versprach der neue Konzernchef. Aktuell liegt die Marge, die das Verhältnis vom operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern zum Umsatz ausdrückt, bei gerade einmal 2,3 Prozent. Weniger Gewinn kann auch weniger Geld für Investitionen sowie für Forschung und Entwicklung bedeuten, sowie weniger Geld für Ausschüttungen an die Aktionäre.

Die Mitarbeiter in den Werken hierzulande müssen sich wohl weniger Sorgen machen. Das Abfindungsprogramm richtet sich nicht an sie. Zudem betonte Nedeljkovic, dass die Auslastung in den deutschen Werken sehr gut sei – und das gelte auch für die nächsten Jahre.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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