Einer der bedeutendsten Aufträge, den van Treeck in jüngerer Zeit verwirklicht hat, sind die Chorfenster von Gerhard Richter im Kloster Tholey im Saarland: fast zehn Meter hoch, zentral im Chor angebracht. Es ist das Werk, mit dem Gerhard Richter sein Oeuvre offiziell abgeschlossen hat.
Neben solchen neuen Aufträgen für moderne Kirchenfenster wird bei van Treeck aber auch viel restauriert. Zum Beispiel die Glaselemente des Maurischen Kiosks von König Ludwig auf Schloss Linderhof. Eines der größten Restaurierungsprojekte, das die Glasmaler von van Treeck seit vielen Jahren begleitet, sind die Fenster der Münchner Frauenkirche: „Die Kirche bekommt eine Schutzverglasung, gegen Vandalismus, aber auch zum Schutz vor Witterung, vor allem Hagel“, erklärt Raphaela Knein.
Glasfarben verblassen nicht
Und auch das ist noch nicht alles: Außer Glasmalereien fertigt van Treeck auch Mosaike – die ja ebenfalls aus Glassteinchen bestehen – und sogar Kleinmöbel aus Glas: „Wir haben begonnen, mit namhaften Designern zusammenzuarbeiten und Produkte zu entwickeln, das sind Tische, das sind Leuchten, das sind Tischaccessoires wie Schalen, Windlichter, Spiegel, alles Mögliche …“, so Katja Zukić.
Natürlich gibt es heute weniger Aufträge für Kirchenfenster als früher. Aber van Treeck hat neue Wege gefunden, den einzigartigen Werkstoff Glas zu verarbeiten. Im kommenden Jahr feiert das Unternehmen 140. Jubiläum. Die Strahlkraft der Farben, die Transparenz und die Wirkung im Licht sind so faszinierend wie am ersten Tag.

