Die Monate Juni und Juli sind in Westeuropa noch nie so heiß gewesen wie in diesem Jahr. Nach Angaben des EU-Klimabeobachtungsprogramm „Copernicus“ lag die Durchschnittstemperatur in den beiden Monaten bei 21,62 Grad und damit 2,79 Grad über dem Referenzwert.
Ost-West-Kontrast in Europa
Allerdings verweist Copernicus auf ein ausgeprägtes Temperaturgefälle von West- nach Osteuropa und Skandinavien, wo es wesentlich kühler war. Auch für Deutschland zeigen die Daten, dass der Südwesten deutlich wärmer war als der Nordosten. Das ist unser Thema bei BR24 um 16 Uhr.
Wir sprechen mit Claudia Kleinert vom ARD-Wetterkompetenz-Zentrum in Frankfurt. Sie wird die aktuellen Daten von Copernicus einordnen und mögliche Gründe und Folgen aufzeigen. Seit Jahrzehnten warnen Klima-Experten vor dem, was wir zurzeit erleben. Gesprächsgast bei BR24 ist daher auch Julia Pongratz vom Expertenrat für Klimafragen. Sie wird darlegen, was aus Ihrer Sicht jetzt dringend langfristig passieren muss und welche kurzfristigen Maßnahmen sie empfiehlt. Den Livestream finden Sie oben eingebettet über diesem Artikel.
Der EU-Klimadienst Copernicus verzeichnete zudem ungewöhnlich trockene Bedingungen. Die Feuchte in der obersten Bodenschicht in Westeuropa lag demnach im Juli 2026 deutlich unter den Werten vom Juli 2022, dem letzten Sommer mit schwerer Dürre in Westeuropa. In Kombination mit der Hitzewelle begünstigte das die außergewöhnlich starken Waldbrände, etwa in Frankreich und Spanien.
Ausblick: Es bleibt heiß im Freistaat
In Bayern bleibt es auch in den nächsten Tagen noch heiß. In vielen Regionen klettert das Thermometer wieder deutlich über die 30-Grad-Marke. Während heute noch teils kräftige Gewitter erwartet werden, bleibt es ab morgen erneut größtenteils trocken.
Mit Informationen von epd

