Österreich geht mit dem Historienfilm „Rose“ ins Rennen um den Oscar für den Besten Internationalen Film. Das gab der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft in Wien bekannt. Die österreichisch-deutsche Koproduktion behauptete sich damit gegen andere Kandidaten wie „Gentle Monster“ von Marie Kreutzer und „Vier minus Drei“ von Adrian Goiginger.
„Rose“ hatte bereits nach der Premiere auf der diesjährigen Berlinale viel Lob erhalten, auch auf internationaler Ebene. Markus Schleinzer wurde für seine präzise Regie gepriesen, Hauptdarstellerin Sandra Hüller erhielt den Silbernen Bären als Beste Hauptdarstellerin. Auch auf anderen Filmfestivals wurde der Film ausgezeichnet.
Selbstbestimmung im 17. Jahrhundert
Das in schwarz-weiß gefilmte Historiendrama spielt zur Zeit des Dreißigjährigen Kriegs im 17. Jahrhundert. Die von Sandra Hüller verkörperte Titelfigur gibt sich als Mann aus, weil sie darin die einzige Chance auf ein freies, selbstbestimmtes Dasein sieht. In einer kleinen Dorfgemeinschaft versucht sie, sich ein neues Leben aufzubauen, scheitert schlussendlich aber an den Konventionen der Gesellschaft.
In ihrer Begründung schrieb die Jury: „‚Rose‘ ist ein Film, der weit über sein historisches Setting hinausreicht. Er erzählt radikal von Selbstbestimmung, Freiheit, dem Kampf gegen gesellschaftliche Zwänge und von der Frage, wer über das Leben eines Menschen bestimmt.“
Noch einige Hürden bis zur Oscar-Gala
Bis zur Oscar-Gala im kommenden Jahr hat „Rose“ noch einige Hürden zu nehmen. Aktuell werden potentielle Kandidaten für den Besten Internationalen Film eingereicht. Mitte Dezember wird die Shortlist für die Academy Awards 2027 festgelegt. Welcher der Filme es schließlich auf die finale Nominierungsliste schafft, wird am 21. Januar bekanntgegeben. Stattfinden wird die Oscar-Gala am 14. März im Dolby Theatre von Los Angeles.

