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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Fränkische Firma löst Helfermangel mit Asylbewerbern
Wirtschaft

Fränkische Firma löst Helfermangel mit Asylbewerbern

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 2. Dezember 2024 08:52
Von Christin Freitag
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5 min. Lesezeit
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Die Gubesch Group im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim sucht immer wieder händeringend nach Helfern in ihrer Produktion. Im vergangenen Jahr im Dezember tat sich dann eine neue Möglichkeit für den Kunststoffverarbeiter auf.

Inhaltsübersicht
Hochmotivierte VenezolanerDie Heimat ist keine mehrFirma würde die Asylbewerber auch fest einstellenContainerdorf-Betreiber kümmert sich um ArbeitsplätzeDeutschkurse und Shuttle-Service

Über eine ehrenamtliche Initiative und auch über das Landratsamt hätten sie die Info bekommen, dass sich die Firma an der Einstellung von Geflüchteten beteiligen könne, erzählt Tanja Gubesch, Geschäftsführerin der Gubesch Group – und „die Idee fanden wir super“.

Fachkräfte, so Gubesch, würden sie selbst ausbilden. Es fehle dem Unternehmen vielmehr an Produktionshelfern. Die fänden sich kaum im ländlichen Raum in Mittelfranken. Deshalb habe man es mit Asylbewerbern aus dem nahegelegenen Containerdorf in Markt Erlbach probiert und das sei gut angelaufen, so Gubesch weiter.

Hochmotivierte Venezolaner

Daniel Dürr, ein Ausbildungsbeauftragter bei Gubesch, hat die Männer, die zwischen 22 und 40 Jahre alt sind, von Anfang an begleitet. Er war beim Probearbeiten dabei und ist voll des Lobes. „Sie arbeiten top, sind freundlich, höflich, super Mitarbeiter wirklich. Sie sind schon Teil der Gubesch-Familie geworden“, sagt er.

Die fünf Männer aus Venezuela arbeiten gemeinsam in einer Schicht. So können sie sich untereinander verständigen. Spanisch sprechende Mitarbeitende unterstützen bei der deutschen Übersetzung, das sei kein Problem, heißt es in der Firma. Die Männer haben ihr Land aus politischen und wirtschaftlichen Gründen verlassen, teilweise mit Frau und Kindern. Ihre – auf ein Jahr befristete – Arbeitserlaubnis ist unabhängig vom Asylverfahren, das bei allen noch läuft.

Die Heimat ist keine mehr

In einem – von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) publizierten – Artikel vom August 2024 heißt es, Venezuela habe sich zu einer Autokratie entwickelt, in der manipulierte Wahlen nur noch als demokratisches Feigenblatt dienten. Politische Verfolgung und Armut förderten die Emigration, die sich inzwischen zu einer regionalen Flüchtlingskrise ausgeweitet habe.

Einer der bei Gubesch beschäftigten Venezolaner hat das selbst erfahren. Er sei politisch aktiv gewesen, habe sogar als Abgeordneter kandidiert und dann Probleme mit der aktuellen Regierung bekommen.

Sein Kollege ist mit Frau und zwei Kindern gekommen. Wenn er die Sprache gelernt hat, möchte er bei Gubesch eine Ausbildung zum Mechaniker machen und sich in Deutschland ein Leben aufbauen.

Firma würde die Asylbewerber auch fest einstellen

Die Firma gewinnt mit den Venezolanern motivierte Produktionshelfer, die für etwas mehr als den Mindestlohn arbeiten. Ihre Arbeitserlaubnis ist auf ein knappes Jahr befristet – mit der Möglichkeit, zu verlängern, bis über ihren Asylantrag entschieden ist. Das Unternehmen kann dadurch auf Leiharbeitnehmer verzichten. Geschäftsführerin Tanja Gubesch: „Wir würden die Mitarbeiter auf jeden Fall übernehmen, wenn die deutsche Politik uns die Möglichkeit gibt. Das hilft den Mitarbeitern auf jeden Fall, hilft uns als Unternehmen, hilft dem Produktionsstandort hier.“

Containerdorf-Betreiber kümmert sich um Arbeitsplätze

Das Containerdorf in Markt-Erlbach ist nicht weit von der Produktionsstätte entfernt. Dem Betreiber-Ehepaar ist es gelungen, den Gemeinschaftsräumen einen wohnlichen Charakter zu geben. Die beiden haben dort ihr Büro und sind immer ansprechbar. Betreiber Beppo Schirl, selbst aus Markt-Erlbach, versucht, so viele seiner vierzig Asylbewerber wie möglich, bei regionalen Unternehmen in Arbeit zu bringen. Die meisten kommen aus Venezuela.

Doch haben die Südamerikaner überhaupt Chancen auf ein erfolgreiches Asylverfahren? „Das hoffen wir“, sagt Schirl. „Wir begleiten die Leute bestmöglich. Sie versuchen sich eben in den Arbeitsmarkt zu integrieren, lernen die Sprache und ich denke, aus meiner Sicht, sind das die Voraussetzungen, die wir als Staat ja haben sollten, wenn jemand hier bereit ist, sich zu integrieren, den auch dazubehalten“, so Schirl weiter.

Deutschkurse und Shuttle-Service

Zweimal pro Woche bekommen die Venezolaner Deutschunterricht in der Firma, den eine Mitarbeiterin aus der Personalabteilung übernimmt. Nebenberufliche Sprachkurse gebe es seitens der Behörden aktuell nicht, sagt Geschäftsführerin Tanja Gubesch. Die Männer schätzen das Angebot der Firma.

Da der öffentliche Nahverkehr nicht Früh-, Spät- und Nachtschichten abdecken kann, wurde zudem ein Busunternehmen beauftragt, das die Asylbewerber zu ihren Einsatzorten und wieder zurückbringt. Die Gubesch Group mit drei Standorten in der Region plant, weitere Asylbewerber aus dem Containerdorf einzustellen.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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