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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Sammeln: Wie viel Museum können wir uns noch leisten?
Kultur

Sammeln: Wie viel Museum können wir uns noch leisten?

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 30. März 2025 23:59
Von Uta Schröder
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6 min. Lesezeit
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Es heißt, dreiviertel aller Menschen würden irgendetwas sammeln: Briefmarken, Kugelschreiber, Uhren, Schuhe oder auch Autos. Das Sammeln scheint dem Menschen im Blut zu liegen. Doch nicht nur als Privatperson, auch als Gesellschaft sammeln wir: vom Flugzeug über Dinosaurierknochen bis zur Krone von König Ludwig – öffentliche Museen sammeln Kulturgüter aller Art, um sie für alle erlebbar zu machen, um aus ihnen zu lernen und um sie für künftige Generationen zu erhalten.

Inhaltsübersicht
Museen bewahren – Sammelstopp keine OptionMuseen sind auch Orte der ZukunftVerkauf von Objekten in Deutschland oft unmöglichNiemand weiß, was morgen wichtig wirdLösung: Bewusstes Sammeln

Doch die erhaltenswerten Kulturgüter werden mit fortschreitender Zeit immer mehr, allein schon, weil wir Menschen fortlaufend neue Dinge produzieren. Immer mehr Museen kümmern sich um immer größere Sammlungen. Doch wie viel Kulturguterhalt können wir uns in Zeiten knapper Kassen leisten?

Museen bewahren – Sammelstopp keine Option

Museen haben einen klar definierten Auftrag: Sammeln, Bewahren, Forschen und Ausstellen. Doch während die Kosten für Personal und Energie immer weiter steigen, wächst die finanzielle Ausstattung meist nicht in gleichem Ausmaß mit. Gleichzeitig gibt es immer mehr Museen: Waren es 1990 noch 4.000 Museen in Deutschland, sind es mittlerweile mehr als 7.100. Zugleich werden die Sammlungen immer größer: auch Badekappen aus den 60ern, Computerspiele aus den 90ern oder die ersten Handys wollen für künftige Generationen bewahrt werden. Unser Kulturgut wird also immer mehr – und verursacht immer mehr Kosten.

Ein Sammelstopp oder gar ein „Entsammeln“ kommt trotzdem nicht in Frage, sagt Matthias Mühling, Direktor am Münchner Lenbachhaus [externer Link]: „Wir haben nicht nur in unserer Gegenwart einen Bildungsauftrag zu erfüllen, sondern wir sind auch darauf ausgerichtet, für zukünftige Generationen das Material an Kunst zur Verfügung zu stellen, das es braucht, um bestimmte Epochen und bestimmte Zusammenhänge darstellen zu können.“

Museen sind auch Orte der Zukunft

Das gilt nicht nur für ein Kunstmuseum wie das Lenbachhaus, sondern auch für kulturhistorische Sammlungen, die beispielsweise Alltagsgegenstände oder religiöse Objekte beherbergen, wie das Diözesanmuseum Freising. Dessen Direktor Christoph Kürzeder sagt: „Religion ist etwas, was in den Generationen vor uns einen Großteil der eigenen Identität ausgemacht hat. Da geht es um Dinge, die Menschen durch die Geschichte hinweg bedeutsam waren: Was macht unser Leben aus? Welche Haltung habe ich gegenüber dem Leben, den Mitmenschen und zu mir selbst? Das sind spannende Fragen, die sich in vielen, vielen Objekten, die wir aus Kirchen kennen, aber auch in ganz persönlichen Dingen ausdrücken.“

Verkauf von Objekten in Deutschland oft unmöglich

Private Museen, wie etwa in Amerika, tun sich leicht, in Krisenzeiten mal ein Gemälde zu verkaufen und vom Erlös den Museumsbetrieb zu finanzieren oder ein anderes Werk zu kaufen. In öffentlichen Museen in Deutschland ist das schwieriger. Für viele Objekte ist vertraglich festgelegt, dass sie nicht verkauft werden dürfen, zum Beispiel weil es sich um Schenkungen handelt.

Niemand weiß, was morgen wichtig wird

Und überhaupt: Wer sollte denn nach welchen Richtlinien entscheiden, was wegkann? Niemand weiß, welche Dinge in Zukunft interessant und wichtig werden. Krasse Fehlurteile aus der Vergangenheit beweisen das: „Ein deutsches Museum, die hatten Bilder von Vermeer“, erzählt Matthias Mühling, „und die dachten, oje, was für ein schlechter Maler, da sind so Frauen, die gucken so traurig und halten einen Brief in der Hand und das ist alles so unscharf gemalt und übrigens ist es ja kein Deutscher. Und dann wurde gesagt, okay, dann tauschen wir das ein gegen Schnorr von Carolsfeld, weil das ist so ein toller deutscher Maler. Und jetzt haben die Schnorr von Carolsfeld im Depot liegen und keine Vermeers mehr.“

Lösung: Bewusstes Sammeln

Die Lösung im Angesicht von Platzproblemen und steigender Kosten heißt für die Museumsdirektoren nicht Entsammeln, sondern bewusst Sammeln: So nehmen Museen beispielsweise nicht jede Schenkung an, denn auch Schenkungen verursachen Kosten etwa für Archivierung, Lagerung oder Restaurierung, sagt Christoph Kürzeder vom DIMU in Freising: „Wir kriegen fast täglich Anrufe von Menschen, die sagen, kommen Sie bitte vorbei, wir würden Ihnen gern was zeigen. Aber da sind wir inzwischen extrem zurückhaltend. Das heißt, wir wählen wirklich sehr, sehr gut aus. Denn die Nachsorge für all diese Objekte ist wirklich aufwendig.“

Christoph Kürzeder und Matthias Mühling sind sich einig: Es muss weitergesammelt werden, das sind wir kommenden Generationen schuldig. Entsammeln ist nicht praktikabel. Denn wenn es wirklich mal etwas gibt, was man weggeben könnte und möchte, dann will das auch sonst niemand haben.

Die Ausstellung „Sammeln. Glück und Wahn“ ist bis 3. August im Diözesanmuseum Freising zu sehen. Das Lenbachhaus München zeigt noch bis 31. August die Ausstellung „Fragment of an Infinite Discourse. Gegenwartskunst aus dem Lenbachhaus, die Schenkung Jörg Johnen und die KiCo Stiftung„.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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