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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Netzwelt > WhatsApp führt Nutzername ein – darauf sollte man achten
Netzwelt

WhatsApp führt Nutzername ein – darauf sollte man achten

Benjamin Lehmann
Zuletzt aktualisert 14. April 2026 10:47
Von Benjamin Lehmann
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3 min. Lesezeit
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Ein Grund, warum viele lieber auf Signal oder Telegram chatten: Man muss seine Handynummer nicht preisgeben. Nun soll Metas Messenger WhatsApp nachziehen. Künftig sollen Nutzerinnen und Nutzer andere Kontakte über einen frei wählbaren Benutzernamen finden und anschreiben können – ganz ohne ihre Telefonnummer zu teilen.

Inhaltsübersicht
So funktionieren die neuen NutzernamenGute Nachricht für den Datenschutz?Metas Strategie hinter dem WhatsApp-Update

In ersten Testversionen ist die Funktion bereits sichtbar. Bis zum Sommer könnte das neue Feature für alle verfügbar sein. Gerade im Kontakt mit unbekannten Personen, etwa bei Online-Verkäufen oder in Gruppen, kann das ein Vorteil sein.

So funktionieren die neuen Nutzernamen

Der Benutzername lässt sich künftig in den Einstellungen festlegen – ähnlich wie bisher der Anzeigename. Aktuell sind folgende Vorgaben bekannt:

  • zwischen 3 und 35 Zeichen
  • mindestens ein Buchstabe
  • nur Kleinbuchstaben, Zahlen, Punkte und Unterstriche
  • keine Web-Adressen wie „.de“ oder „www.“

Der Clou: Der Name muss plattformübergreifend verfügbar sein. Schließlich gehört WhatsApp zum Konzern Meta, zu dem auch Instagram und Facebook zählen. Ist ein Benutzername dort bereits vergeben, kann er nur genutzt werden, wenn die entsprechenden Konten verknüpft und die Identität bestätigt wird.

Gute Nachricht für den Datenschutz?

Auf den ersten Blick wirkt das Update wie ein Schritt hin zu mehr Privatsphäre. Die eigene Telefonnummer bleibt verborgen, was vor Spam und unerwünschten Nachrichten schützen kann. Doch ganz so einfach ist es nicht: Wer denselben Benutzernamen wie zum Beispiel bei Instagram verwendet, macht sich unter Umständen leichter auffindbar. Fremde könnten den öffentlich sichtbaren Namen nutzen, um gezielt Kontakt aufzunehmen – auch auf WhatsApp.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt davor (externer Link), identische Nutzernamen plattformübergreifend zu verwenden. Angreifer könnten verschiedene Accounts miteinander verknüpfen und so umfassende Nutzerprofile erstellen. Unterscheidbare Nutzernamen können daher helfen, digitalem Identitätsklau und gehackten Accounts vorzubeugen.

Metas Strategie hinter dem WhatsApp-Update

Für Meta Platforms bringt der Nutzername vor allem strategische Vorteile. Die Funktion erleichtert eine engere Vernetzung innerhalb des eigenen Ökosystems. User sollen sich plattformübergreifend einfacher finden und verbinden können – möglichst ohne die App zu wechseln.

Für Meta bedeutet das vor allem mehr Interaktion und eine bessere Verknüpfung von Nutzerdaten über verschiedene Dienste hinweg.

 

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Von Benjamin Lehmann
Benjamin Lehmann schreibt für das Ressort Netzwelt der WirtschaftsRundschau. Mit seinem Fachwissen in digitalen Technologien und Internetkultur informiert er über aktuelle Trends und Innovationen und bietet den Lesern wertvolle Einblicke in die digitale Welt.
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