WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Aus für Rente mit 63: Der Widerstand wächst
    3. August 2026
    Waldbrandbekämpfung – Europaweiter Mangel an Löschflugzeugen
    3. August 2026
    Mehrwertsteuer-Karussell: Zehn Milliarden Euro Schaden pro Jahr
    2. August 2026
    Hype um Protein-Produkte: Mehr Eiweiß –mehr Geld für Hersteller
    3. August 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    Gericht gibt GEMA-Klage gegen Musik-KI Suno weitgehend statt
    31. Juli 2026
    Arzt oder Verkäufer? So erkennt man seriöse „Medfluencer“
    30. Juli 2026
    PDFs, iPad, Auto: Whatsapp bekommt neue Funktionen
    28. Juli 2026
    KI übersetzt Instagram-Reels: Cooles Feature mit Nebenwirkungen
    24. Juli 2026
    PDFs, iPad, Auto: Whatsapp bekommt neue Funktionen
    24. Juli 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    So kommen Sie in der Stadt sicher durch die Hitze
    3. August 2026
    Hitzebelastung: Ab wann sollte ich den Notruf wählen?
    3. August 2026
    Sonnenfinsternis im August: Wann und wo sie zu sehen ist
    3. August 2026
    West-Nil-Virus in Europa: Was Urlauber jetzt wissen sollten
    3. August 2026
    Lästige Sommergrippe: Ursachen, Symptome, Behandlung
    2. August 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    „Waren sie betrunken?“: So blamierten sich Putins Diplomaten
    3. August 2026
    Große Erzählerin: Schriftstellerin Monika Helfer ist tot
    2. August 2026
    Brass Wiesn zieht um – ganze Festivalbranche unter Druck
    1. August 2026
    Vom Hinterhof in den Kirchenchor: Glasmalerei von van Treeck
    1. August 2026
    Vom Land gefördert: So können Familien günstiger in den Urlaub
    1. August 2026
  • Lesezeichen
Gerade: Groß, gut ernährt, erfolgreich: Die Bajuwaren von Berglern
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Groß, gut ernährt, erfolgreich: Die Bajuwaren von Berglern
Kultur

Groß, gut ernährt, erfolgreich: Die Bajuwaren von Berglern

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 3. August 2026 16:47
Von Uta Schröder
Teilen
4 min. Lesezeit
Teilen

 

Die Gemeinde Berglern wollte eigentlich nur ein neues Baugebiet ausweisen. Doch dann entdeckten Archäologen auf der Fläche die Sensation: Vor über 1.400 Jahren lebten hier bereits die Bajuwaren, aus denen die heutigen Bayern hervorgegangen sind.

Inhaltsübersicht
Exporte von Stoffen und Schwertern70 Gräber entdecktBayern mit strategischer BedeutungGemeinde muss Ausgrabung bezahlen

Eine kleine Stadt, mit Häusern, Werkstätten, Straßen und einem Friedhof. Genau das sei das Besondere an den Funden von Berglern, erklärt Jochen Haberstroh vom Landesamt für Denkmalpflege: „In den meisten Fällen hat man entweder Gräber oder Siedlungsbefunde. Dass das zusammentrifft, ist nicht häufig.“

Exporte von Stoffen und Schwertern

Bei den Ausgrabungen wurden unter anderem Schlackeklumpen gefunden – Reste, die bei der Eisenverarbeitung entstehen. Sie deuten darauf hin, dass in Berglern Schwerter geschmiedet wurden. In anderen Häusern standen Webstühle. Die Stoffe und Schwerter wurden damals offenbar für den Export hergestellt. „Es ist mehr produziert worden, als hier verbraucht wurde. Davon kann man ausgehen“, sagt Haberstroh. „Es gibt natürlich schon Handel in der Zeit, sowohl mit Textilien, aber auch mit Eisenprodukten.“

70 Gräber entdeckt

Heute ist Berglern mit seinen vier Ortsteilen eine kleine Gemeinde mit knapp 3.000 Einwohnern. Vor 1.400 Jahren war hier eine weitaus größere Ansiedlung zu finden. Der Kiesboden auf der Schotterebene um Berglern sorgte dafür, dass die Skelette der Verstorbenen aus dem 7. Jahrhundert noch gut erhalten sind. 70 Gräber wurden bisher entdeckt.

Die frühen Bajuwaren waren offenbar bereits Christen – sie seien mit Blick nach Osten bestattet worden, erklärt Grabungsleiterin Tabea Rechel vor einem gerade freigelegten Skelett: „Was wir bis jetzt sagen können, ist, dass es sich wahrscheinlich um eine weibliche Bestattung handelt. An Beigaben sehen wir hier eine Gürtelschnalle, die schön erhalten ist, und hier am Oberschenkel hatte sie noch ein kleines Messerchen mit dabei. Das hatten wir bei einigen anderen weiblichen Bestattungen auch.“

Männer hatten oft Schwerter am Körper. Frauen manchmal wertvolle Broschen, Perlen, Goldohrringe. Die Grabbeigaben zeigen: Die Bajuwaren von Berglern waren wohlhabende Menschen. Aus den Knochen lässt sich auch ablesen, dass sie gut mit Essen versorgt waren. Denn Einzelne waren ungewöhnlich groß: fast 1,80 Meter. Die meisten aber etwas kleiner. „Die Durchschnittsgröße bei den Frauen bewegt sich im Bereich um 1,60 m, bei den Männern etwa 10 Zentimeter mehr“, sagt Haberstroh.

Bayern mit strategischer Bedeutung

Die Funde bieten einen einzigartigen Blick in die Vergangenheit, als sich das Stammesherzogtum Bayern gerade gebildet hatte. Nach dem Ende des römischen Reichs vermischten sich die unterschiedlichsten Ethnien. Zurückgebliebene Römer mit Kelten, Germanen, Goten und anderen. Irgendwann nannte man dieses Mischvolk Bajuwaren. Und die Gegend, in der sie wohnten: Bayern.

„Bayern ist damals wie heute ein zentraler Raum, von dem aus die Alpen überquert werden können, und deswegen musste man ihn auch militärisch sichern“, so Haberstroh. Damit sei eine hohe strategische Bedeutung und oberste Liga in der Politik einhergegangen.

Gemeinde muss Ausgrabung bezahlen

Für die Gemeinde Berglern bedeuten die Ausgrabungen Verzögerung. Die geplante Ausweisung als Baugebiet muss um einige Jahre verschoben werden. Und die Gemeinde muss die Archäologen auch bezahlen. Etwa 500.000 Euro wird das Ganze kosten.

Doch bei Bürgermeister und Gemeinderat überwiegt trotzdem der Stolz ob der Funde. Denn die Siedlungsgeschichte von Berglern ist weitaus älter als bisher angenommen: „Wir sind aktuell 793 nach Christus das erste Mal urkundlich erwähnt und wenn man die jetzigen Funde anschaut, sind wir noch deutlich älter“, so Berglerns Bürgermeister Anton Scherer. Und: Kaum ein anderer Fundort erzählt so viel über jene Menschen, die vor 1.400 Jahren in Bayern lebten, arbeiteten und Handel trieben.

 

Dir gefällt vielleicht

„Waren sie betrunken?“: So blamierten sich Putins Diplomaten

Große Erzählerin: Schriftstellerin Monika Helfer ist tot

Brass Wiesn zieht um – ganze Festivalbranche unter Druck

Vom Hinterhof in den Kirchenchor: Glasmalerei von van Treeck

Vom Land gefördert: So können Familien günstiger in den Urlaub

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
Vorheriger Artikel Sonnenfinsternis im August: Wann und wo sie zu sehen ist
Nächster Artikel „Waren sie betrunken?“: So blamierten sich Putins Diplomaten
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Aus für Rente mit 63: Der Widerstand wächst
Wirtschaft 3. August 2026
Waldbrandbekämpfung – Europaweiter Mangel an Löschflugzeugen
Wirtschaft 3. August 2026
So kommen Sie in der Stadt sicher durch die Hitze
Wissen 3. August 2026
Hitzebelastung: Ab wann sollte ich den Notruf wählen?
Wissen 3. August 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?