Bayerns Kulturszene hat seit heute ein neues digitales Werkzeug: den Kulturatlas Bayern. Anders als der Name vermuten lässt, handelt es sich dabei nicht in erster Linie um eine Karte mit Veranstaltungsorten oder ein Verzeichnis für Kulturinteressierte. Die Plattform richtet sich vor allem an diejenigen, die Kulturangebote organisieren und gestalten.
„Der Kulturatlas Bayern ist vor allem ein Arbeitsinstrument für all diejenigen, die in Bayern Kultur machen“, sagt Rebecca Zimmermann von der Stiftung Kulturzukunft Bayern. Die Plattform solle konkrete Probleme lösen und den Arbeitsalltag von Kulturschaffenden erleichtern.
Hilfe bei Förderung, Vernetzung und Wissenstransfer
Nach Angaben der Initiatoren finden Nutzerinnen und Nutzer dort Informationen zu Fördermöglichkeiten, Ansprechpartnern und Kooperationspartnern. Auch Fragen zu Themen wie GEMA, Klimabilanzierung oder organisatorischen Abläufen sollen über die Plattform leichter beantwortet werden können.
„Kein Kalender fürs Publikum, sondern wirklich eine Infrastruktur für die, die das Programm überhaupt erst möglich machen“, beschreibt Zimmermann das Konzept. Ziel sei es, Zeit zu sparen, die bislang häufig für die Suche nach Fördergeldern, Fachwissen oder passenden Netzwerken aufgewendet werden müsse.
Dem Projekt vorausgegangen seien zahlreiche Gespräche und Workshops mit Kulturschaffenden aus unterschiedlichen Bereichen. Dabei habe sich gezeigt, dass der Wunsch nach einer spartenübergreifenden Vernetzung groß sei. Der Kulturatlas schließe hier eine Lücke, so Zimmermann: als Plattform „zur Vernetzung, zur Übersicht, zum Know-how-Transfer und natürlich, um schnell Förderung zu finden“.

