„Nach 32 Jahren Liebe, Freundschaften, Intrigen, Lachen und Weinen ist es vorbei“, lautet das offizielle Statement auf dem „Unter uns“-Instagramaccount [externer Link] zum Ende der Kultserie. So ganz einvernehmlich klingt es dabei aber nicht: „RTL wird ‚Unter uns‘ nicht fortführen. Wir wissen, dass das ein Schock ist. Für euch genauso wie für uns.“
Seit November 1994 wurde die Daily Soap im Fernsehen ausgestrahlt. Zentraler Spielort der Geschichte ist die fiktive Schillerallee 10, in der über Jahrzehnte die unterschiedlichsten Menschen ein- und ausgezogen sind. Bis Ende des Jahres werden noch Folgen produziert, die bis Frühjahr 2027 ausgestrahlt werden. Danach ist Schluss.
#NichtOhneUnterUns
In der Kommentarspalte zum Ende der Serie verselbstständigt sich unter wütenden und trauernden Fans ein neuer Hashtag: #nichtohneunteruns. User, die teilweise schon seit der ersten Folge dabei sind, betonen die Relevanz von „Unter uns“. Sie würde „Menschen zusammenbringen“ und „die wichtigen Themen des Lebens aufgreifen“. Manche fordern, stattdessen die „primitiven Trash TV Serien“ einzustellen.
RTL begründet das Ende der Kultserie als Teil einer strategischen Weiterentwicklung des Programms am Nachmittag und frühen Vorabend. Der Sender verweist auf die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für tägliche fiktionale Programme, die Entwicklung der Nutzung sowie die zukünftige Ausrichtung der Programmstrecke.
Die Fans wollen das nicht hinnehmen und haben eine Petition gestartet, die Einstellung von „Unter uns“ zu stoppen. Und Darsteller und Produktionsfirma sind schon gemeinsam auf der Suche nach einer neuen Heimat für die Serie.
Produktionsfirma und Darsteller fordern: „Werdet laut“
„Unter uns“ wird von der Produktionsfirma UFA im Auftrag von RTL produziert. Bedeutet: Nur weil RTL nicht mehr will, muss die UFA die Kultserie nicht komplett aufgeben. UFA-Chef Sascha Schwingel hat sich im gemeinsamen Statement mit RTL für die langjährige Partnerschaft bedankt, aber auch schon angedeutet, „sehr sorgfältig und mit großer Überzeugung“ zu prüfen, „welche neuen Perspektiven sich für die Schillerallee eröffnen können.“
Um potenziell interessierten Sendern oder Streamingplattformen zu beweisen, wie groß und treu die „Unter uns“-Community ist, hat die UFA gemeinsam mit den Darstellern auf Instagram einen #Nichtohneunteruns-Aufruf gestartet. In dem Video fordern die Schauspieler ihre Fans dazu auf, laut und sichtbar zu werden: „Unsere Geschichte ist noch gar nicht zu Ende, ihr seid gefragt“. Das Video soll kommentiert und geteilt werden und hat bereits über 100.000 Likes.

