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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Olympiastadion-Sanierung: Wo ist jetzt Platz für Großkonzerte?
Kultur

Olympiastadion-Sanierung: Wo ist jetzt Platz für Großkonzerte?

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 11. Mai 2026 13:47
Von Uta Schröder
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5 min. Lesezeit
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Das Münchner Olympiastadion ist eine der wichtigsten Open-Air-Bühnen in Bayern. Hier traten in den vergangenen Jahren Megastars auf. Zu den letzten großen Shows vor der Schließung zählte etwa der Auftritt von Popstar Shawn Mendes beim Superbloom Festival 2025. Nach über 50 Jahren Nutzung ist der Bau aus der Zeit der Olympischen Spiele von 1972 nun grundlegend sanierungsbedürftig.

Inhaltsübersicht
Sanierung des Olympiastadions unter DenkmalschutzauflagenAllianz Arena als AusweichspielortKönigsplatz und Messe Riem als AlternativenOlympiapark bleibt dennoch KonzertortKonkurrenz-Arena am Flughafen

Sanierung des Olympiastadions unter Denkmalschutzauflagen

Ein Großteil der Arbeiten findet derzeit hinter den Kulissen statt. Laut Olympiapark-Geschäftsführerin Marion Schöne geht es vor allem um Betriebstechnik und Brandschutz – also um die technische Infrastruktur, die einen sicheren und modernen Betrieb ermöglicht. Zudem wird der komplette Sanitärbereich erneuert. Die Optik des denkmalgeschützten Stadions soll weitgehend so erhalten bleiben.

Eigentlich war eine Nutzung des Stadions bei letzten Sanierungsarbeiten zwischen 1. Juli und 15. September 2028 angedacht. Inzwischen rechnet die Olympiapark GmbH damit, dass Großevents dort erst ab 2029 realistisch sind.

Wie viele Gebäude aus den 70ern ist auch das Olympiastadion mit Asbest belastet. Die Schadstoffsanierung und die denkmalgerechte Modernisierung treiben die Kosten in die Höhe. Rund 200 Millionen Euro sind dafür angesetzt. Ab September soll die Sanierung des Zeltdachs beginnen, für die nochmals 300 Millionen Euro kalkuliert sind.

Allianz Arena als Ausweichspielort

Damit internationale Stars trotzdem nach München kommen, kooperiert die Olympiapark GmbH mit der Allianz Arena. Die Fußballarena im Norden der Stadt übernimmt einen Teil der Großkonzerte, die sonst im Olympiastadion stattgefunden hätten. Die Olympiapark GmbH bleibt dabei Vertragspartnerin für die Veranstalter, nutzt aber die Infrastruktur der Arena.

In der fußballfreien Zeit im Sommer stehen dort bereits mehrere Megaevents an: Linkin Park werden auftreten, sowie die Foo Fighters, Helene Fischer, The Weeknd und die K-Pop-Boyband BTS. Erfahrungen mit Konzerten in der Arena gibt es bereits, etwa mit Guns N’ Roses im Vorjahr.

Aber auch die Allianz Arena kann nicht den kompletten Zeitraum der Olympiastadionsanierung überbrücken: Im Sommer 2028 wird die U-Bahnstrecke dorthin erneuert. Wegen der fehlenden Anbindung ist die Arena in dieser Zeit keine Option für Großkonzerte, da die An- und Abreise nicht sicher organisiert werden könnte.

Königsplatz und Messe Riem als Alternativen

Die Stadt setzt deswegen auch noch auf bewährte Open-Air-Standorte im Stadtgebiet. Wirtschaftsreferent Christian Scharpf nennt hier vor allem den Königsplatz als feste Größe im Konzertgeschehen, der allein im August dreimal bespielt wird.

Perspektivisch soll auch das Messegelände in Riem wieder eine größere Rolle spielen. Es eigne sich für besonders große und technisch aufwendige Produktionen, die an anderen Standorten in der Stadt nicht umsetzbar wären, so Scharpf. Bestes Beispiel hierfür waren die Konzerte von Popstar Adele 2024, bei denen ein 220 Meter langer Videoscreen eingesetzt wurde. Aktuell wird jedoch auch das Messegelände technisch modernisiert. Die Arbeiten sollen bis zum Sommer 2028 abgeschlossen sein.

Olympiapark bleibt dennoch Konzertort

Trotz der Stadionsanierung soll der Olympiapark in den kommenden Jahren nicht komplett verstummen. Neben dem Konzertbetrieb in der Olympiahalle kann im Rahmen des Superbloom Festivals 2026 eine große Bühne auf dem Gelände des Sommer-Tollwoods unweit des Olympiastadions aufgestellt werden.

Auch der Hans-Jochen-Vogel-Platz soll Musikerinnen und Musikern eine Bühne bieten. Zum Beispiel kommen die Toten Hosen für zwei Konzerte Anfang Juli 2026 auf den Platz zwischen Olympiastadion und Olympiahalle. Hier finden bis zu 19.500 Menschen im Publikum Platz.

Konkurrenz-Arena am Flughafen

Mit Sorge blickt die Olympiapark GmbH hingegen auf das, was auf dem Gelände des Münchner Flughafens in Freising entsteht: eine hochmoderne Musikarena, die eine starke Konkurrenz für die Olympiahalle darstellt.

Unschlagbar bleibt für Marion Schöne, die amtierende Geschäftsführerin der Olympiapark GmbH, jedoch das Olympiastadion: Die neue Munich Arena bei Freising sei schließlich nicht für Open-Air-Events konzipiert. Und im Vergleich zur Allianz Arena biete das Olympiastadion mit seinen 18.000 Quadratmetern Innenfläche doppelt so viel Platz für Musikfans. Zudem können auch außerhalb des Stadions Menschen die Events mitverfolgen, wie bei den Konzerten von Taylor Swift, als der Olympiaberg kurzerhand zum „Mount Swiftie“ wurde.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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