WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    So kommen Privatversicherte 2027 in die gesetzliche Krankenkasse
    4. November 2026
    Schock bei Schaeffler-Beschäftigten über geplanten Stellenabbau
    4. November 2026
    Geplanter Spritpreisdeckel: Viel Kritik am Gesetzentwurf
    4. November 2026
    Mediamarkt und Saturn gehen an chinesischen Konzern
    4. November 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    So schützen Sie sich vor „Ghost Pairing“ bei WhatsApp
    1. November 2026
    Mistral Large 4: Wie gut ist Europas größtes KI-Modell?
    30. Oktober 2026
    Musks KI-Odyssee: Warum schöne Bilder noch keinen Film machen
    30. Oktober 2026
    New York verbietet Minderjährigen Nutzung von KI-Begleitern
    29. Oktober 2026
    Spotify-Familienabo: Neue QR-Code-Prüfung und Jahressperren
    29. Oktober 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Klima und Gesundheit: Wie schädlich ist Heizen mit Holz?
    4. November 2026
    Alzheimer: Wie Herpes die Immunabwehr im Gehirn verändert
    4. November 2026
    Grippe-Impfung: Darum ist der Impfstoff heuer mehr angepasst
    4. November 2026
    KZ-Gedenkstätte Dachau: Ehemaliger Hundeführerbereich freigelegt
    3. November 2026
    Neue Generation von Abnehm-Medikamenten: Das sollen sie können
    3. November 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    Suizidzahl gestiegen: Welche Rolle spielt assistierter Suizid?
    4. November 2026
    Ein Monat nach Wiesn-Ende: Münchner Christbaum aufgestellt
    3. November 2026
    „Heiliger Lucky!“: Der neue Comic von Lucky Luke
    3. November 2026
    70 Jahre her: Erster Werbespot der deutschen TV-Geschichte im BR
    3. November 2026
    Popliterat der ersten Stunde: Andreas Neumeister ist gestorben
    3. November 2026
  • Lesezeichen
Gerade: Unter staatlichem Einfluss? Wie sich DITIB (nicht) verändert hat
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Unter staatlichem Einfluss? Wie sich DITIB (nicht) verändert hat
Kultur

Unter staatlichem Einfluss? Wie sich DITIB (nicht) verändert hat

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 4. November 2026 09:46
Von Uta Schröder
Teilen
5 min. Lesezeit
Teilen

 

„Allahu akbar“ – „Gott ist groß“ schallt es durch den Kölner Dom. Hunderte Muslime beten zum Ende des Ramadan in der Kathedrale nach Mekka gewandt. Es ist Februar 1965. Vier Jahre zuvor hatte die Bundesrepublik ein Anwerbeabkommen mit der Türkei geschlossen. Die Menschen, die kamen, brachten nicht nur ihre Arbeitskraft, sondern auch ihren Glauben mit nach Deutschland. Darauf wollte die einmalige Aktion im Kölner Dom hinweisen.

Inhaltsübersicht
„Gastarbeiter“ gründen Moscheen in DeutschlandDITIB gab Informationen an türkischen Staat weiterImame werden weiterhin von türkischer Behörde bezahltDarum bildet DITIB jetzt auch deutschsprachige Imame aus

„Gastarbeiter“ gründen Moscheen in Deutschland

Im deutsch-türkischen Anwerbeabkommen wurde ein sogenanntes Rotationsprinzip festgelegt. Es sah vor, dass die Arbeitskräfte nach einer bestimmten Zeit wieder in die Heimat zurückkehren sollten und durch andere Arbeiter ersetzt würden. Deshalb nannte man die Menschen damals „Gastarbeiter“. Rund 870.000 Menschen kamen aus der Türkei. Viele kehrten nach einiger Zeit in ihre Heimat zurück, andere blieben in Deutschland.

Einige von ihnen schlossen sich in Deutschland zu Vereinen zusammen. Sie mieteten leere Gewerbeflächen als Gebetsräume an. So entstanden ab den 1970er-Jahren die sogenannten Hinterhofmoscheen. „In den 1970er-Jahren haben sich schon Organisationen mit türkischer Herkunft gegründet, die damals noch in Opposition zur türkischen Religionspolitik standen, nämlich Milli Görüs und der Verband islamischer Kulturzentren VIKZ“, sagt Mathias Rohe, Islamwissenschaftler an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

DITIB gab Informationen an türkischen Staat weiter

Das rief die türkische Regierung auf den Plan. Sie wollte ein religiöses, nationales Auffangbecken für alle türkischen Staatsangehörigen in Deutschland schaffen, so Rohe. Auf Initiative des türkischen Präsidiums für Religionsangelegenheiten Diyanet wurde 1984 der Verein DITIB gegründet.

Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion, wofür die Abkürzung DITIB steht, wächst bis in die 2000er-Jahre zum größten deutschen Dachverband mit rund 900 Moscheegemeinden heran. In Bayern teilt sich DITIB in zwei Landesverbände. Die Organisation wird zu einem wichtigen Ansprechpartner für die Politik, etwa in der Deutschen Islamkonferenz oder zum Thema islamischer Religionsunterricht.

Die Verbindung zum türkischen Staat steht dabei immer wieder in der Kritik. Besonders 2016: Nach einem Putschversuch in der Türkei macht die türkische Regierung die religiöse und soziale Gülen-Bewegung um den Prediger Fethullah Gülen dafür verantwortlich. Einzelne DITIB-Imame in Deutschland geben nach einem Aufruf der türkischen Behörde Diyanet Informationen über angebliche Gülen-Anhänger hierzulande nach Ankara weiter. Eine „Panne“, wie DITIB später erklärt.

Imame werden weiterhin von türkischer Behörde bezahlt

2023 einigen sich das Bundesinnenministerium und die türkische Religionsbehörde Diyanet auf eine Ablösung der Imam-Entsendung. Die Fachaufsicht über die Imame, die in Deutschland beschäftigt sind, wird formell von Ankara nach Köln verlagert. Kritiker sehen aber weiterhin starke Abhängigkeiten von Diyanet. Andere bewerten es als einen Schritt in Richtung Unabhängigkeit, auch wenn die Gehälter weiterhin von der staatlichen Behörde gezahlt werden.

Der Integrationsbeauftragte der bayerischen Staatsregierung, Karl Straub von der CSU, sieht die Situation deshalb pragmatisch: „Ich habe die Moscheen, die ich besucht habe, immer als sehr offen empfunden und habe nicht feststellen können, dass hier Abhängigkeiten bestehen.“ Imame sieht er als zentrale Figuren, um Radikalisierung zu bekämpfen. Deswegen könne nicht „von heute auf morgen die Finanzierung“ gestoppt werden.

Darum bildet DITIB jetzt auch deutschsprachige Imame aus

Bei der Ausbildung der Imame gibt es 2020 eine zentrale Neuerung: Kamen DITIB-Imame bis dahin in der Regel aus der Türkei und sprachen oftmals nur wenig Deutsch, bildet DITIB seither auch deutschsprachige Imame aus. Auch, weil sich die Zusammensetzung der Gemeinden verändert hat.

Heute sind immer mehr Muslime ohne türkischen Background dabei, sagt DITIB-Generalsekretär Eyüp Kalyon: „Wir haben einen Anteil von 50 Prozent innerhalb der muslimischen Community, die türkisch geprägt sind. Das heißt, wir hatten auch gar keine Wahl, uns als eine deutsche Religionsgemeinschaft zu verstehen und uns auch dementsprechend auszurichten.“

In 20 Prozent der DITIB-Moscheen gebe es inzwischen deutschsprachige Imame, so Eyüp Kalyon. Musliminnen und Muslime in Deutschland bekommen mehr und mehr ihre Religion auf Deutsch vermittelt. Für die Frage der Unabhängigkeit eines Verbands aber sehen Fachleute wie Islam- und Rechtswissenschaftler Mathias Rohe vor allem institutionelle Strukturen als entscheidend an.

 

Dir gefällt vielleicht

Suizidzahl gestiegen: Welche Rolle spielt assistierter Suizid?

Ein Monat nach Wiesn-Ende: Münchner Christbaum aufgestellt

„Heiliger Lucky!“: Der neue Comic von Lucky Luke

70 Jahre her: Erster Werbespot der deutschen TV-Geschichte im BR

Popliterat der ersten Stunde: Andreas Neumeister ist gestorben

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
Vorheriger Artikel 70 Jahre her: Erster Werbespot der deutschen TV-Geschichte im BR
Nächster Artikel „Heiliger Lucky!“: Der neue Comic von Lucky Luke
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Klima und Gesundheit: Wie schädlich ist Heizen mit Holz?
Wissen 4. November 2026
Alzheimer: Wie Herpes die Immunabwehr im Gehirn verändert
Wissen 4. November 2026
So kommen Privatversicherte 2027 in die gesetzliche Krankenkasse
Wirtschaft 4. November 2026
Grippe-Impfung: Darum ist der Impfstoff heuer mehr angepasst
Wissen 4. November 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?