Während Tiere eher aus der Werbung verschwinden, sind bekannte Gesichter und Emotionen nach wie vor relevant. Mittlerweile sind auch noch andere Konzepte wichtig. Und seit ungefähr zehn Jahren beschäftigen wir uns auch mit der Frage: Müssen Marken eigentlich eine Haltung einnehmen? Müssen Marken eigentlich eine politische Aussage treffen? „Man denke da zum Beispiel an die MeToo-Bewegung in den USA und dann an Dior“, erinnert Andrea Gröppel-Klein. Die Marke hatte ein T-Shirt herausgebracht mit der Aufschrift „We should be all feminists“. „Also, wir sollten alle Feministinnen sein“, so Andrea Gröppel-Klein.
Firmen setzen auf Influencer
Heutzutage setzen Firmen zunehmend auf Influencer. Diese hätten gegenüber herkömmlicher Fernsehwerbung einen Vorteil, sagt Thomas Heun, Professor für Konsumentenforschung an der Hochschule Rhein-Waal: In den klassischen Werbeformen kämen die Stimmen der Konsumentinnen kaum vor. Nähe herzustellen sei daher eine große Aufgabe von Werbung heutzutage. Das könne man insbesondere über Formen der Digitalwerbung wie Social Media: „Das funktioniert mit Influencerinnen einfach so schnell und direkt“, so Thomas Heun.
„FoMo“ – Die Angst, etwas zu verpassen, als Werbestrategie
FoMo – die sogenannte „Fear of Missing out“ – also die Angst, etwas zu verpassen: Sie ist die neueste Werbestrategie. Auch hier geht es wie in der klassischen Werbung noch immer darum, eine Kaufentscheidung ins Konsumentenhirn zu transportieren. Aber im Internet funktioniert die FoMo dabei besonders gut.
Wer schonmal einen Black Friday Deal genutzt hat, weiß vermutlich, wovon die Rede ist. Werbung nutzt heutzutage also viel mehr Tricks als früher. Filmszenen wie beim ersten Persil Werbespot findet man kaum noch. Und Liesl Karlstadt würde heutzutage wohl nur gecastet werden, wenn sie genug Follower auf Instagram hätte.

