Der „Bauturbo“: Noch eher Schein als Sein
Die Firma bei der Nadhem angestellt ist, ist auch im Wohnungsbau tätig. Der sollte vom neuen neuen „Bauturbo“-Gesetz der Bundesregierung profitieren: Kommunen sollen damit Bauvorhaben schneller genehmigen und Bürokratie abbauen können. Denn bevor Wohnraum entstehen konnte, war bisher ein zeitaufwändiger Prozess bis zum genehmigten Bauantrag nötig. Das im Oktober 2025 in Kraft getretene Bauturbo-Gesetz soll diesen Schritt vereinfachen, beispielsweise wenn aufgestockt oder angebaut werden soll.
Das bedeutet für Nadhem und seine Bauherren mehr Planungssicherheit. Umgesetzt wurde dieses Gesetz in Einzelfällen, eine nicht repräsentative BR-Umfrage in der Oberpfalz zeigt jedoch, dass der „Bau-Turbo“ nur schleppend in Gang kommt: Angestellte der Bauämter müssen zuerst auf die neuen Umstände geschult werden, eine großflächige Umsetzung verzögert sich.
Was verdient ein Bauleiter?
Nadhems monatliches Grundgehalt beträgt 6.191 Euro. Zusätzlich erhält er Zulagen in Höhe von insgesamt 709 Euro, sodass sein Bruttogehalt 6.900 Euro beträgt. Nadhem darf einen Dienstwagen nutzen. Die Kosten für den Dienstwagen werden ihm nach der 1%-Regelung monatlich mit 581 Euro brutto auf sein Gehalt aufgeschlagen und vom Netto wieder abgezogen. Nach Abzug von Steuern, Dienstwagen und Renten- und Arbeitslosenversicherung erhält Nadhem 4.443 Euro netto.
„Ich bin zufrieden mit meinem Beruf, ein Anteil davon ist das Gehalt“, erklärt Nadhem. Auch wenn die Tage auf der Baustelle fordernd sein können, lohnt es sich für ihn, seinen Beruf weiterhin auszuführen.

