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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Automobilzulieferer PMG: Diepersdorf bleibt, 300 Stellen weniger
Wirtschaft

Automobilzulieferer PMG: Diepersdorf bleibt, 300 Stellen weniger

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 20. April 2026 08:48
Von Christin Freitag
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2 min. Lesezeit
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Wie der Insolvenzverwalter Volker Böhm mitteilt, hat ein strategischer Investor die Verträge zur Übernahme der Standorte in Diepersdorf und in Lüdenscheid vom insolventen Automobilzulieferer Plastic Manufacturing Group (PMG) unterzeichnet. Damit werden insgesamt rund 350 Arbeitsplätze gesichert. Am Standort Diepersdorf kommt es im Zuge der Übernahme jedoch zu einem massiven Stellenabbau: Rund 300 der zuletzt 535 Stellen müssen gestrichen werden.

Inhaltsübersicht
Drohende Stilllegung in Diepersdorf abgewendet300 Gekündigte unter Schock – Sozialplan soll helfen

Für den dritten Standort der Gruppe im sächsischen Oberlungwitz mit 75 Beschäftigten konnte kein Investor gefunden werden; er wird geschlossen.

Drohende Stilllegung in Diepersdorf abgewendet

Insolvenzverwalter Böhm erklärte, mit der Übernahme sei es gelungen, „zumindest für einen Teil der Gruppe eine tragfähige Perspektive zu schaffen“. Die drohende Stilllegung habe abgewendet werden können. Gleichzeitig sprach er von „schmerzlichen Einschnitten“ für die betroffenen Mitarbeiter.

Die Maßnahmen seien jedoch notwendig gewesen, da die Unternehmen in den letzten Monaten erhebliche Umsatzrückgänge zu verkraften hatten und der Strukturwandel in der Automobilzulieferer-Industrie die Lage zusätzlich erschwere. „Vor diesem Hintergrund ist es ein positives Ergebnis, dass zumindest für einen Teil des Unternehmens eine Lösung gefunden werden konnte“, so Böhm.

300 Gekündigte unter Schock – Sozialplan soll helfen

Doch der Schock bei den fast 300 Gekündigten sitzt offenbar tief: „Es hat viele getroffen, die nicht damit rechneten – sogar Abteilungsleiter, Mitarbeiter im Vertrieb, Finanzen, Einkauf und Personalwesen bis hin zur Qualitätsabteilung“, sagte ein Betroffener dem BR.

Die Plastic Manufacturing Group liefert an Marken- und Autohersteller dekorative Bauteile wie Namenszüge auf Kühlergrills, Lenkradabdeckungen, Embleme und Namensschilder. Dabei arbeitet das Unternehmen mit unterschiedlichen Verfahren wie Kunststoffspritzguss, Lackierung, Galvanisierung sowie Heißprägen und Montage von Einzelkomponenten.

Für die gekündigten Mitarbeiter am Standort Diepersdorf wurde mit dem Betriebsrat ein Sozialplan vereinbart. Zudem wird eine Transfergesellschaft eingerichtet, in der die Betroffenen für bis zu sechs Monate weiterbeschäftigt werden und Unterstützung bei der Suche nach einer neuen Anstellung erhalten.

Die PMG, die zum ebenfalls insolventen US-Konzern First Brands Group gehört, hatte im November 2025 Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen hat Standorte in Deutschland und Tschechien.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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