Im Tourismus läuft es jetzt schlechter
Vor allem eingetrübt hat sich die Stimmung im Dienstleistungsbereich. Der Tourismus, der sich lange Zeit gegen den negativen Trend stemmen konnte, ist nun ebenfalls von Skepsis geprägt. Die Deutschen geben in ihrer Freizeit offenbar weniger Geld aus.
Die schlechten Werte bei den Dienstleistern haben in der Folge einen Anstieg beim Geschäftsklima verhindert. Denn in Industrie, Handel und Bau sind die Umfragewerte besser ausgefallen, wenn auch weiterhin auf sehr niedrigem Niveau.
ifo-Präsident: Wirtschaftspolitische Veränderungen notwendig
Dem ifo-Index zufolge ist die deutsche Wirtschaft sehr verhalten ins neue Jahr gestartet. „Zwar konnte eine Bruchlandung der Unternehmensstimmung aufgrund der Rücknahme der Zolldrohung durch die USA vermieden werden“, sagte Deka-Analyst Andreas Scheuerle gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, „doch sie scheint Spuren hinterlassen zu haben“.
Spätestens jetzt werde klar, dass die USA Zölle nicht mehr nur zur Erreichung ökonomischer Ziele einsetzten, sondern zunehmend auch, um geopolitische Positionen durchzusetzen. „Unsicherheit ist die Folge.“ Die Hoffnungen ruhten damit einmal mehr auf den von der Bundesregierung in Aussicht gestellten Reformen.
Auch nach Ansicht von ifo-Präsident Fuest hängt jetzt viel davon ab, ob CDU und SPD es schaffen, in den nächsten Monaten wirtschaftspolitische Veränderungen in Gang zu setzen. Nur viel Geld in die Rüstung und die Infrastruktur zu stecken, werde die Probleme nicht lösen.

