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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Schaeffler: Rückenwind durch Rüstung, Raumfahrt und Humanoide
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Schaeffler: Rückenwind durch Rüstung, Raumfahrt und Humanoide

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 24. April 2026 08:51
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Die Generaldebatte bei der Hauptversammlung, zu der der Industrie- und Autozulieferer Schaeffler geladen hat, fiel schlank aus. Bereits am frühen Nachmittag hatten der Vorstand um Konzernchef Klaus Rosenfeld und Aufsichtsratschef Georg Schaeffler alle Fragen der Aktionärinnen und Aktionäre beantwortet. Das wirtschaftliche Umfeld sei fordernd, aber man habe sich gut geschlagen, so die Bilanz mit Blick auf das abgelaufene Jahr. An der Prognose, die bereits vor Ausbruch des Irankriegs veröffentlicht wurde, hält das Herzogenauracher Unternehmen fest. Für gute Stimmung bei den Anlegern sorgt weiterhin – neben einer Dividendenerhöhung um fünf Cent – dass Schaeffler eine ganze Reihe an Wachstumsmärkten im Blick hat.

Inhaltsübersicht
Neue Wachstumsfelder von „strategischer Bedeutung“Rosenfeld: „Wir müssen liefern – ohne Wenn und Aber“Rückerstattung von US-Zöllen?Video: Auftrieb durch Raumfahrt und Robotik

Neue Wachstumsfelder von „strategischer Bedeutung“

Egal ob der Milliardenmarkt mit humanoiden Robotern, das Rüstungsgeschäft oder die Raumfahrt. Schaeffler hat bei vielen Wachstumsmärkten seine Finger im Spiel. So hat das Unternehmen etwa in Schweinfurt entwickelte und gebaute Präzisionswälzlager für die Trägerrakete der Mondmission Artemis 2 geliefert. Aber auch Feststoffbatterien und Datenzentren hat Schaeffler als Wachstumsfelder ausgemacht. Die Herzogenauracher verstehen sich zunehmend nicht mehr als Industrie- und Autozulieferer, sondern als „Motion Technology Company“: als Unternehmen, das überall mitmischen kann, wo sich – vereinfacht gesagt – Dinge bewegen. Konzernchef Klaus Rosenfeld spricht bei dieser Ausrichtung von einer „strategischen Bedeutung“. Noch trägt der Umsatz dieser neuen Wachstumsfelder aber gerade mal ein Prozent zum Umsatz bei. Bis 2035 soll der Anteil auf zehn Prozent wachsen.

Rosenfeld: „Wir müssen liefern – ohne Wenn und Aber“

Die Hoffnung auf gute Geschäfte spiegelt sich auch im Aktienkurs von Schaeffler wider. Dieser sei zuletzt in der Spitze zeitweise um 160 Prozent gestiegen, so Rosenfeld. Nach dem Höchststand des Papiers von knapp elf Euro pendelte die Aktie jüngst um die 8,30 Euro. Anfang April vergangenen Jahres lag der Wert zeitweise knapp über drei Euro. Die Entwicklung zeige, „dass wir Vertrauen zurückgewonnen haben“, sagt der Konzernchef. Die Konsequenz sei: „Wir müssen liefern – ohne Wenn und Aber.“ Und zur Wahrheit gehört auch: Das vergangene Jahr hat Schaeffler mit einem kräftigen Verlust von über 420 Millionen Euro abgeschlossen. Dieser resultiert allerdings zu großen Teilen aus der Fusion mit dem Regensburger Antriebsspezialisten Vitesco. Den Schritt lobte Rosenfeld bei der Hauptversammlung als strategisch wichtig. Man komme bei der Integration gut voran. Trotzdem könne kein Management-Team zufrieden sein, „wenn das Konzernergebnis am Ende negativ ist“.

Rückerstattung von US-Zöllen?

Etwas Geld in die Kassen spülen könnte dagegen das Urteil des Obersten Gerichtshofs in den USA vom Februar. Es hatte die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle weitgehend für unrechtmäßig erklärt. Man sei nun – wie viele andere Unternehmen – dabei, „eine mögliche Rückerstattung vorzubereiten“, sagte Klaus Rosenfeld. Ziel sei, „dass wir das, was wir zu viel bezahlt haben, auch zurückbekommen“. Eigenen Angaben zufolge hat Schaeffler im vergangenen Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag für die Zölle bezahlt.

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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