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Schauspieler ohne Krankenversicherung: Ein Loch im sozialen Netz

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 29. Mai 2024 08:54
Von Christin Freitag
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7 min. Lesezeit
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Der Fall des schwer erkrankten Schauspielers Heinz Hoenig bewegt viele. Nur mit Hilfe von Spenden konnte er sich verschiedenen Operationen unterziehen. Der Grund: Hoenig hat keine Krankenversicherung. Ein seltener Fall, aber dennoch einer, der immer wieder vorkommt.

Inhaltsübersicht
Selbstständige fallen öfter durch die sozialen NetzeAbhängig beschäftigt nur während der FilmproduktionSchauspieler selten Mitglieder in der KünstlersozialkasseWelche Krankenversicherung ist zuständig?Notlage: Extratarif der Privaten Krankenversicherung

Es gibt Menschen, die fallen in Deutschland durch die sozialen Netze, vor allem Selbstständige. Sie sind häufiger von Altersarmut bedroht, mitunter stehen sie auch ohne Krankenversicherung da. Obwohl es nur wenige Zahlen dazu gibt, leben Schauspielerinnen und Schauspieler häufig in prekären Verhältnissen. Die meisten von ihnen sind keine Großverdiener.

Selbstständige fallen öfter durch die sozialen Netze

Der Grund: Zeiten der Beschäftigung wechseln sich ab mit Zeiten der Erwerbslosigkeit. Deshalb passen sie in kein Schema und stehen zwischen allen Versicherungszweigen. Ob sich das so auch auf Heinz Hoenig übertragen lässt, ist bislang allerdings noch ungeklärt.

Wer keine Krankenversicherung hat, kann in den Ballungsgebieten in Deutschland auch auf kostenlose medizinische Hilfe zurückgreifen. Hier gibt es einige Organisationen wie die Malteser oder Ärzte ohne Grenzen (externe Links), in deren Praxen grundlegende medizinische Hilfe angeboten wird. Eine der Hauptzielgruppen dort sind, neben von Armut betroffenen Menschen oder solchen, die keinen offiziellen Aufenthaltsstatus haben, auch Selbstständige. Allein bei den Maltesern wurden 2023 über 15.000 solche kostenlosen Behandlungen durchgeführt.

Abhängig beschäftigt nur während der Filmproduktion

In Deutschland gibt es geschätzt 20.000 Schauspielerinnen und Schauspieler. Nach einer Erhebung des Bühnenvereins waren 2022 davon über alle Bundesländer hinweg nur rund 1.900 fest an einem Theater angestellt. Der Großteil ist also selbstständig und nicht wenige auch aus voller Überzeugung.

Wer die Freiheit habe, mal dieses und mal jenes Engagement anzunehmen, könne kreativer aufspielen, heißt es. Sobald sie aber bei einer Produktion mitmachen, gelten sie als abhängig Beschäftigte. Das Problem ist oft, dass viele sich in den Zeiträumen dazwischen nicht arbeitslos melden – das wäre aufwendig, würde aber auch den Versicherungsschutz aufrechterhalten.

Nur wenn ein Engagement zustande kommt, versichert die Produktionsfirma also die Schauspielerinnen und Schauspieler in der Sozialversicherung. Sie übernimmt den Arbeitgeberanteil an der Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung, die Akteure bezahlen in die Sozialkassen ein. Allerdings werden sie meist nur für die eigentliche Produktion bezahlt. Die Zeiten, in denen Rollen geübt und Texte gelernt werden, zählen beispielsweise nicht dazu. Werden sie in diesem Zeitraum krank, sind sie nicht versichert, so wie in allen Zeiten, in denen sie nicht beschäftigt sind.

Schauspieler selten Mitglieder in der Künstlersozialkasse

Für selbstständige Künstlerinnen und Künstler, wie Musikerinnen, Bildende Künstler und für Publizistinnen und Publizisten gilt das Künstlersozialversicherungs-Gesetz. Auf Antrag hin können sie also Mitglieder der Künstlersozialkasse (KSK) werden. Voraussetzung: In ihrer Tätigkeit müssen sie pro Jahr mindestens einen Gewinn von 3.900 Euro erzielen. Dafür müssen sie dann nur etwa die Hälfte der Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung aufbringen, also so wie wenn sie Arbeitnehmer wären. Ein weiteres Drittel bringen die Abnehmer auf, also Galerien, Verlage, Rundfunkanstalten oder Theater (30 Prozent), und der Bund gibt einen Zuschuss von 20 Prozent.

Und natürlich sind auch Schauspielerinnen und Schauspieler Künstler, keine Frage. Nur: In der KSK sind sie selten zu finden. Das liegt an diesem Hin und Her zwischen zeitweiser Festanstellung und Arbeitslosigkeit, heißt es bei der KSK. Auch besteht laut einem Sprecher keine Möglichkeit, in den nicht-angestellten Phasen die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse aufleben zu lassen. In der KSK bleibt nur für wenige Akteure Platz, die Gastspiele an einzelnen Bühnen geben und auf Honorarbasis abgerechnet werden.

Das ist auch der Grund, weshalb die Schauspielergewerkschaft BFFS seit Jahren fordert, klare gesetzliche Regelungen zu treffen. Es könne nicht sein, dass Schauspielerinnen und Schauspieler am einen Tag umjubelt werden und nach einer Produktion wieder bei der Agentur für Arbeit vorsprechen müssen.

Welche Krankenversicherung ist zuständig?

Beim Schauspieler Hoenig heißt es, er habe keine Krankenversicherung, sei aber früher privat versichert gewesen. Erst seit 2009 gibt es die Pflicht, dass alle in Deutschland Lebenden krankenversichert sein müssen. In Deutschland gibt es ein zweigliedriges Krankenversicherungssystem. Grundsätzlich gilt, wer abhängig beschäftigt ist, ist Mitglied der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Selbstständige müssen sich bei den Privaten Krankenversicherungs-Gesellschaften anmelden. Sie erhalten vom Arzt dann eine Privatrechnung und reichen diese bei der Versicherung ein.

Die Beiträge zur Privaten Krankenversicherung steigen mit zunehmendem Alter – und zwar auch dann, wenn die Versicherten kein Erwerbseinkommen mehr haben. Seniorinnen und Senioren haben dann häufiger Probleme, die Beiträge zu bezahlen. In so einem Fall besteht nur die Möglichkeit, in den Basistarif zu wechseln. Dieser entspricht mit maximal 850 Euro dem Höchstbetrag bei der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Viele Seniorinnen und Senioren sind durch die Beiträge zur Krankenversicherung und die Kosten für die Pflege finanziell überfordert. Die Folge ist, dass sie beim Sozialamt einen Antrag auf Grundsicherung im Alter stellen können. In der Folge übernehmen die Gesundheitskosten zur Hälfte die Versicherungen und der Staat.

Notlage: Extratarif der Privaten Krankenversicherung

Auch wenn es seit 2009 die Krankenversicherungspflicht gibt, wurde niemand aufgefordert, dieser Pflicht nachzukommen. Deshalb gibt es nach wie vor etliche, die nicht krankenversichert sind. Seit 2013 gibt es bei den Privaten einen sogenannten Notlagentarif.

Wie der PKV-Verband gegenüber BR24 erklärt, kann man sich diesen nicht aussuchen. Sinn sei es, eine vorübergehende Notlage zu überwinden und Schulden zu tilgen. Danach besteht die Möglichkeit, in den Basistarif zurückzukehren und die Versicherten müssen auch die Beitragsschulden begleichen. Gab es 2014 noch 114.400 Versicherte im Notlagentarif, so sank deren Zahl bis 2021 auf 83.500, teilte der PKV-Verband dem BR mit.

Der Notlagentarif kommt automatisch zum Zug, wenn keine Beiträge mehr gezahlt werden. Dies kann auch bei einer Überschuldung passieren, oder wenn eine Privatinsolvenz angemeldet wird. Diese Notlagen-Versicherten haben dann Anspruch auf eine medizinische Versorgung von Akuterkrankungen, bei Schmerzen sowie rund um Schwangerschaft und Geburt. Das kann die größten Notlagen abmildern.

Bei Heinz Hoenig hieß es, die Familie habe versucht, eine Krankenkasse zu finden, die den Schauspieler wieder aufnimmt. Allerdings ist hier zu bedenken: Wer einmal privat versichert war, für den sieht sich die Gesetzliche Krankenversicherung nicht zuständig. Hier sind immer die Privaten Krankenversicherungen Ansprechpartner.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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