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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Teure Pflegeheimplätze: Wer kommt für die Kosten auf?
Wirtschaft

Teure Pflegeheimplätze: Wer kommt für die Kosten auf?

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 23. Oktober 2025 08:48
Von Christin Freitag
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2 min. Lesezeit
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Bereits im kommenden Jahr wird die Höhe des Eigenanteils für einen Pflegeplatz in Bayern voraussichtlich erneut steigen. Das geht aus Prognosen hervor, die Gesundheits-Ökonomen der Universität Bremen für das BR Politikmagazin Kontrovers berechnet haben. Demnach steigt der durchschnittliche Eigenanteil in Bayern für das erste Pflegejahr im Heim von aktuell 3.094 Euro pro Monat ab dem 1.7.2026 auf 3.319 Euro. Und 2027 könnte der Eigenanteil sogar bei 3.563 Euro liegen.

Inhaltsübersicht
Lohnkosten und Inflation als PreistreiberPflegesystem: „Wust an Anträgen“Im Video: Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) im Kontrovers-Interview

Lohnkosten und Inflation als Preistreiber

Im Caritas Altenheim St. Franziskus in München liegt der Eigenanteil für stationäre Pflegeplätze inzwischen sogar bei 4.000 bis 5.000 Euro – pro Monat. Doris Schneider ist Geschäftsführerin von 26 Caritas-Altenheimen in München. Sie und ihr Team müssen fast täglich Angehörigen erklären, warum hier alles immer teurer wird: „Wir haben über Jahre gesellschaftlicher Diskussion gelernt, dass Mitarbeiter vernünftig bezahlt werden sollen. Und das werden sie jetzt.“ Lohnkosten und Inflation seien die stärksten Preistreiber.

Pflegesystem: „Wust an Anträgen“

Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Katrin Staffler (CSU) drängt auf eine zeitnahe Lösung, um den Anstieg des Pflege-Eigenanteils zu stoppen: „Das Pflegesystem ist vor 30 Jahren eingeführt worden und über die Jahre hinweg an so vielen Stellen verändert worden. Es ist immer kleinteiliger, immer bürokratischer geworden. Dieser Wust an Anträgen, die man stellen muss, um wirklich auch tatsächlich dann die Leistungen zu kommen, die man braucht – das ist unglaublich. Kaum jemand blickt mehr durch.“

Im Video: Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) im Kontrovers-Interview

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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