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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Vorsicht bei Trikot-Käufen: Fakeshops nehmen zur WM Fans aus
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Vorsicht bei Trikot-Käufen: Fakeshops nehmen zur WM Fans aus

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 8. Juni 2026 11:48
Von Christin Freitag
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5 min. Lesezeit
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Endlich wieder mitfiebern mit der deutschen Elf bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in Mexiko, den USA und Kanada. Für viele geht das Jubeln nur stilecht im Original-Trikot. Allerdings kostet zum Beispiel das offizielle DFB-Trikot für die FIFA WM 26 ganze 100 Euro. Dieser Preis liegt für manche deutlich über der Schmerzgrenze. Sonderangebote und Rabatte sind da willkommen – und öffnen eine Tür für Betrüger.

Inhaltsübersicht
Bei Fakeshop bestellt: Mögliche SzenarienBillige Fußball-Trikots: Wie man Fakeshops erkenntAuf sichere Bezahlung achtenFakeshop-Finder und Trusted Shop: Hilfe bei der Suche nach BetrügernFakeshops: Was tun, wenn man drauf reingefallen ist?Empfehlung: Auf offiziellen Seiten einkaufen

Kommt ein Großereignis wie die Fußball-WM mit großen Emotionen und hohen Preisen zusammen, ergibt sich das perfekte Spielfeld für sogenannte Fakeshops. Auf den Webseiten werden angeblich originale Trikots für nur 29,90 Euro verkauft. Dieser „Rabatt“ sollte Verbraucherinnen und Verbraucher stutzig machen, warnt Simone Bueb von der Verbraucherzentrale Bayern im BR24-Interview.

Bei Fakeshop bestellt: Mögliche Szenarien

Denn wer doch auf das Lockangebot reinfällt, bekommt vielleicht gar kein Trikot geschickt. Das Geld ist weg und kann nicht oder nur schwer zurückgeholt werden. „Das ist wohl das Ärgerlichste“, sagt Bueb. Viele Fakeshops kommen aus dem Nicht-EU-Ausland, zum Beispiel aus China oder Russland. Den Widerruf oder eine Reklamation durchzusetzen, scheitert laut Verbraucherzentrale Bayern oft daran, dass auf der Website kein Kontakt angegeben ist. Oder die Rücksendekosten sind sehr hoch. Außerdem kann das europäische Recht im außereuropäischen Ausland oft schwer durchgesetzt werden.

Die zweite Möglichkeit ist, dass die Fakeshops Plagiate verschicken, die die europäischen Standards zur Produktsicherheit nicht einhalten. Schlechte Verarbeitungs- oder Materialqualität sind dabei nach Ansicht der Verbraucherzentrale Bayern noch das geringste Problem. Schlimmer sei es, wenn die billigen Kopien voller Schadstoffe sind.

Billige Fußball-Trikots: Wie man Fakeshops erkennt

Ob es wirklich ein Original-Trikot ist oder eine Kopie, das ist nicht immer gleich zu erkennen. Denn auch die Betrüger labeln ihre Trikots mit Hinweisen wie „Official“, „authentic“ oder „Player Version“. Die Online-Shops haben häufig deutsche Namen und wirken professionell. „So einfach ist es leider nicht mehr, einen Fake-Shop zu erkennen“, sagt Simone Bueb. Um herauszufinden, was echt ist, benötigt es ein bisschen Detektivarbeit.

Der erste Blick gilt dem Impressum der Website. In der Regel ist das ganz unten zu finden. Scrollt man ans Ende einer Homepage und findet dort keine Informationen dazu, wo das Unternehmen angesiedelt ist und an wen ich mich wenden kann, dann sollte man auf keinen Fall auf der Website bestellen.

Auf sichere Bezahlung achten

Skeptisch werden sollten Verbraucherinnen und Verbraucher auch bei bestimmten Arten der Bezahlung. Bietet ein Online-Shop zum Beispiel nur Vorkasse, kryptische Kreditkartenanbieter oder undurchsichtige Dienste, sollte man die Finger davon lassen. Verbraucherschützer empfehlen stattdessen Zahlungsmethoden mit Käuferschutz und Rückbuchungsmöglichkeiten. Das sind zum Beispiel die klassische Lastschrift, bestimmte Kreditkarten und seriöse Bezahldienste mit Käuferschutz, wie Paypal oder Klarna.

Fakeshop-Finder und Trusted Shop: Hilfe bei der Suche nach Betrügern

Dass ein Online-Shop seriös ist, zeigen bestimmte Gütesiegel, wie Trusted Shop oder Trustpilot. Wichtig ist, dass man dieses Siegel anklicken kann und der Link auf die Seite des jeweiligen Gütesiegels führt.

Will man es genau wissen oder hat keine Zeit, alle Informationen selbst zu überprüfen, bieten die Verbraucherzentralen einen Fakeshop-Finder (externer Inhalt). Einfach die URL der Website eingeben, erklärt Bueb und die Verbraucherzentrale gibt eine Einschätzung zum Online-Shop.

Fakeshops: Was tun, wenn man drauf reingefallen ist?

Kommt das Trikot gar nicht oder flattert ein Plagiat in den Briefkasten, empfehlen Verbraucherschützer, sofort die Bank zu kontaktieren. Eine SEPA-Lastschrift und manche Kreditkartenzahlungen lassen sich unter Umständen zurückbuchen. Bei Zahlungsdienstleistern greift mit etwas Glück der Käuferschutz.

Wer möchte, kann Anzeige erstatten, entweder bei der örtlichen Polizei oder über die Onlinewache (externer Inhalt). Je mehr Fälle gemeldet werden, desto besser können Ermittlungsbehörden Strukturen erkennen. Wichtig dafür ist, möglichst viele Unterlagen zu sichern: Bestellbestätigung, Screenshots vom Shop, Zahlungsbelege und E-Mails. Das hilft bei Bank, Polizei und möglicher Beratung durch Verbraucherzentralen.

Empfehlung: Auf offiziellen Seiten einkaufen

„Am sichersten kauft man die Trikots auf den offiziellen Seiten, weil überall anders das Risiko besteht, dass ich ein Plagiat oder gar nichts bekomme“, empfiehlt Verbraucherschützerin Simone Bueb. Auch in den sozialen Medien werde aktuell sehr viel für Fakeshops geworben.

 

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Von Christin Freitag
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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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