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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Keine Lebensmittel im Müll: Den Kühlschrank richtig einräumen
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Keine Lebensmittel im Müll: Den Kühlschrank richtig einräumen

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 9. Oktober 2024 06:49
Von Michael Farber
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4 min. Lesezeit
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Wozu ist das Eierfach in der Kühlschranktür da? Für Eier auf alle Fälle nicht, sagt Silke Noll von der Nürnberger Verbraucherzentrale. „Man sollte die Eier nicht in die Kühlschranktür packen, denn da ist es zu warm“, erklärt die Ernährungsexpertin. Elf Grad – das sei für die Eier zu viel, insbesondere, wenn sie nicht sofort verbraucht würden. „Die Empfehlung ist, die Eier in die Mitte des Kühlschranks zu legen, da haben wir etwa acht Grad.“

Inhaltsübersicht
Auch Milch nicht in die KühlschranktürXXL-Kühlschrank in Nürnberg informiertAuch Öle halten im Kühlschrank längerVerbraucherzentrale: Nicht zu viel einkaufen

Doch müssen Eier überhaupt in den Kühlschrank? Schließlich werden sie im Supermarkt oder im Hofladen ungekühlt verkauft. Ja, sagt Noll. Denn: Je älter die Eier sind, desto poröser wird die Schale, und Salmonellen haben ein leichtes Spiel. Einem gesunden Menschen können diese Bakterien zwar nicht so viel anhaben, aber für Kleinkinder sowie ältere und kranke Menschen können Salmonellen gefährlich werden. In den Supermarkt kommen die Eier, wenn sie noch frisch sind.

Auch Milch nicht in die Kühlschranktür

Auch für Milch gilt: Die Kühlschranktür ist nicht der richtige Platz, weil es dort zu warm ist. „Sobald die Packung geöffnet ist, sollte die auch, genauso wie die Eier, in die Mitte gepackt werden“, erklärt Noll. Acht Grad sei für eine geöffnete Milch die ideale Temperatur, da halte sie am längsten. Das gilt im Übrigen auch für vegane Alternativen wie Hafermilch. Neben Eiern und Milch gehören auch Käse und Wurst in die Mitte des Kühlschranks.

XXL-Kühlschrank in Nürnberg informiert

Darüber, welche Lebensmittel im Kühlschrank wohin gehören, können sich Interessierte derzeit auf dem Sebalder Platz in Nürnberg informieren. Dort steht noch bis Freitag ein vier Meter hoher XXL-Kühlschrank des Bundeslandwirtschaftsministeriums, der im Rahmen der Aktion „Zu gut für die Tonne“ darüber informiert, wie sich Lebensmittelverschwendung vermeiden lässt. Elf Millionen Tonnen an Lebensmitteln landen den Angaben zufolge jedes Jahr in Deutschland im Müll.

Aus vielen Gesprächen weiß Silke Noll, dass Verbraucher oft verunsichert sind, was im Kühlschrank wohin gehört und dadurch Lebensmittel falsch lagern. So sei etwa das Gemüsefach mit einer Temperatur von 6 – 10 Grad der beste Aufbewahrungsort für die meisten Obst- und Gemüsesorten, während es im Fach darüber mit 0 – 4 Grad am kühlsten sei – ideal für Fleisch, Geflügel und Fisch, am besten gut verpackt.

Auch Öle halten im Kühlschrank länger

Selbst die meisten Öle halten im Kühlschrank länger als im Küchenschrank. Gerade bei sehr empfindlichen Ölen wie Leinöl oder Kürbiskernöl, die nicht täglich zum Kochen benutzt werden, empfiehlt Noll den Kühlschrank. Ausgenommen von der Empfehlung sei lediglich Olivenöl, weil das bei Kälte ausflockt. Der Genießbarkeit tun die Flocken nach Angaben der Expertin aber keinen Abbruch.

Verbraucherzentrale: Nicht zu viel einkaufen

Das Beste, meint Noll, sei es aber, nicht zu viel einzukaufen. Gerade bei Obst und Gemüse packten viele Verbraucher zu viel in den Einkaufskorb. 35 Prozent werfen sie laut Bundeslandwirtschaftsministerium wieder weg, während es bei Fleisch, Wurst und Fisch den Berechnungen zufolge nur vier Prozent sind. Und viel zu oft, sagt Noll, werde auch zu viel gekocht. Eine vorausschauende Planung des Speiseplans sei ebenfalls ein gutes Mittel gegen Lebensmittelverschwendung.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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