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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Oft unterschätzt: Blutvergiftung mit Spätschäden
Wissen

Oft unterschätzt: Blutvergiftung mit Spätschäden

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 18. September 2024 06:58
Von Michael Farber
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3 min. Lesezeit
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Für eine Sepsis, oft auch Blutvergiftung genannt, können eine Wunde oder eine Infektion irgendwo im Körper verantwortlich sein. Wenn Bakterien in den Blutkreislauf gelangen, kann sich daraus eine gefährliche Blutvergiftung entwickeln.

Inhaltsübersicht
Sepsis oft mit bleibenden SchädenFast jeder Dritte überlebt eine Sepsis nichtSpezifische Nachsorge nach Blutvergiftung wichtigRoter Strich: Wie erkennt man eine Sepsis?Wie ist die Therapie einer Sepsis?

Jede Infektion im Körper kann eine Sepsis auslösen. Ursachen sind nicht nur äußere Verletzungen, sondern viel häufiger Infektionen, die im Inneren entstehen, wie etwa Lungenentzündungen, Harnwegsentzündungen oder Entzündungen des Bauchraums, schreibt die Kassenärztliche Bundesvereinigung.

Sepsis oft mit bleibenden Schäden

Dabei können verschiedene Symptome auftreten: Die Atmung wird schnell, der Puls galoppiert, die Haut wird fleckig und Fieberschübe sind möglich.

Wer umgehend behandelt wird und überlebt, kann sich glücklich schätzen, muss in der Folge aber oft mit bleibenden Einschränkungen im Alltag kämpfen: Muskelschwäche, Empfindungsstörungen der Haut oder Gehstörungen. Auch Probleme mit dem Gedächtnis und der Psyche können später auftreten.

Fast jeder Dritte überlebt eine Sepsis nicht

Rund ein Viertel der Erkrankten leidet unter Spätfolgen. Das zeigt eine Nachuntersuchung von 750 Patientinnen und Patienten, die eine Blutvergiftung überstanden haben.

Denn auch wenn Intensivmediziner durch Beatmung, Blutwäsche, Kreislaufunterstützung, Gerinnungstherapie und künstliches Koma viele Organfunktionen vorübergehend ersetzen oder unterstützen können, ist die Sepsis eine sehr schwere Erkrankung, die fast jeder dritte Betroffene trotz maximaler Therapie nicht überlebt.

Spezifische Nachsorge nach Blutvergiftung wichtig

Die Medizinerin Carolin Fleischmann-Struzek von der Uniklinik in Jena erklärt: „Es ist wichtig, dass diese Patienten eine spezifische und interdisziplinäre Nachsorge bekommen. Das ist im Moment noch nicht der Fall.“

Die Medizinerin glaubt, dass ihre Studie den Bedarf an Maßnahmen unterstreiche, weil das Spektrum der Folgeerkrankungen so breit sei. Es seien so viele Menschen betroffen, dass es wichtig sei, dass die Folgen gesehen und Folgeangebote geschaffen werden.

Roter Strich: Wie erkennt man eine Sepsis?

Wenn von Sepsis die Rede ist, denken viele an den „rote Strich“ auf der Haut, der von der Infektionsstelle Richtung Herz wandert und dort angekommen zum Tode führt.

Ein roter Strich alleine ist aber noch kein Hinweis auf eine Blutvergiftung. Er weist zunächst mal auf eine Entzündung der Lymphbahnen hin. Diese Erkrankung wird durch Bakterien ausgelöst und klingt durch die Gabe von Antibiotika wieder ab.

Wie ist die Therapie einer Sepsis?

Eine Sepsis erfordert eine sofortige Behandlung. Die Entzündung kann nur durch das richtige Antibiotikum gestoppt werden. Allerdings muss der Mediziner wissen, welches Bakterium oder welcher Pilz die Infektion verursacht hat.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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