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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Wasser für Moorböden: Wichtig für den Klimaschutz
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Wasser für Moorböden: Wichtig für den Klimaschutz

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 27. Januar 2026 08:48
Von Michael Farber
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3 min. Lesezeit
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Erste Hürde: Flächeneigentümer finden, die Grundstücke zur Verfügung stellen

„Es war ein glücklicher Zufall, dass wir elf kleinere Grundstücke nebeneinander ankaufen konnten“, so Gebietsbetreuer Jonathan Hehr. „Die können wieder vernässt werden, ohne dass benachbarte Flächen beeinträchtigt werden“.

Inhaltsübersicht
Erste Hürde: Flächeneigentümer finden, die Grundstücke zur Verfügung stellenMoore wieder vernässen: wichtig für den KlimaschutzBayern kommt bei der Moorrenaturierung nur schleppend voranLebensraum für seltene Arten und Schutz vor Hochwasser2025: Nur ein kleiner Teil der geplanten Projekte wurde umgesetztWieder mehr Geld für Naturschutz in Aussicht

Die Voraussetzungen waren günstig: Die Flächen wurden schon lange nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Sie waren sich selbst überlassen und sind mit Gehölzen zugewachsen. „Wir hatten auch Unterstützung von den Eigentümern, denen die Wiedervernässung ein wichtiges Anliegen war“, erklärt Moormanagerin Elisabeth Pleyl.

Moore wieder vernässen: wichtig für den Klimaschutz

Moor-Renaturierung ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Denn wenn der Torf nicht unter Wasser steht, entweicht der darin gespeicherte Kohlenstoff in Form von klimaschädlichen Verbindungen in die Atmosphäre.

„Dadurch, dass wir wieder vernässen, können wir allein auf dieser Fläche jedes Jahr 60 Tonnen CO₂-Äquivalente vermeiden“, so die Moormanagerin des Landratsamts Bad Tölz-Wolfratshausen.

Bayern kommt bei der Moorrenaturierung nur schleppend voran

In Bayern gibt es insgesamt etwa 220.000 Hektar Moorböden. Die sind zu etwa 95 Prozent entwässert und werden meist land- oder forstwirtschaftlich genutzt. Dadurch entweichen jährlich etwa 6,7 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente. Diese Menge entspricht etwa acht Prozent der bayerischen fossilen Gesamtemissionen.

Ziel der Staatsregierung ist, 55.000 Hektar wieder zu vernässen. Im Zeitraum von 2018 bis 2024 waren es im Freistaat insgesamt 6200 Hektar land- und forstwirtschaftlich genutzte Moorflächen.

Lebensraum für seltene Arten und Schutz vor Hochwasser

Das ist nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, es entsteht auch wieder mehr Lebensraum für besonders seltene Tiere. In den Loisach-Kochelseemooren zum Beispiel für den Hochmoor-Glanzflachläufer. Ein bronzefarbener Käfer, der hier noch zu finden ist. Aber auch für Pflanzen, wie den rundblättrigen Sonnentau, so Jonathan Hehr. „Eine sehr faszinierende, fleischfressende Pflanze, die mit ihren klebrigen Tentakeln Insekten fängt.“

Ein intaktes Moor schützt außerdem vor Hochwassergefahren. Denn die Torfmoose saugen bei Starkregen Wasser wie ein Schwamm auf und geben es langsam wieder ab.

2025: Nur ein kleiner Teil der geplanten Projekte wurde umgesetzt

Doch die renaturierte Fläche ist nur ein kleiner Teil in einem riesigen Moorgebiet. Die Loisach-Kochelseemoore erstrecken sich über mehr als 3.000 Hektar. Moormanagerin Elisabeth Pleyl ist seit vielen Jahren damit beschäftigt, Flächen für die Wiedervernässung aufzutun.

Doch im vergangenen Jahr mussten bereits geplante Projekte zurückgestellt werden, weil staatliche Fördermittel für die Landschaftspflege überraschend gekürzt wurden, so Elisabeth Pleyl. „Oberbayernweit wäre im Jahr 2025 die zehnfache Fläche für Wiedervernässung möglich gewesen, als wir tatsächlich renaturieren konnten.“

Wieder mehr Geld für Naturschutz in Aussicht

Im Doppelhaushalt der Bayerischen Staatsregierung ist für 2026/2027 wieder mehr Geld für den Naturschutz vorgesehen. Doch für die von der Staatsregierung geplanten Ziele bei der Moor-Renaturierung dürften die nicht ausreichen, rechnen Naturschutzverbände vor. Elisabeth Pleyl und Jonathan Hehr sind daher froh, dass sie für die frisch renaturierte Fläche Gelder von einer Stiftung erhalten haben.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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