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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Nach 20 Jahren: Berufswechsel zum Hausmeister – Lohnt sich das?
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Nach 20 Jahren: Berufswechsel zum Hausmeister – Lohnt sich das?

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 23. Februar 2026 13:51
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Alex (46) kümmert sich um einen der Betriebshöfe des Karlsruher Verkehrsverbunds, er ist nämlich Hausmeister. Bilder aufhängen, Ordnung halten und kleine Reparaturen in Büros oder im Sanitärbereich: All das gehört für ihn zum Alltag. „Magic Hand“ nennen ihn seine Kollegen auch. Dieses Jahr wird erst sein drittes als Hausmeister sein, denn Alex war lange Zeit in einem komplett anderen Bereich tätig.

Inhaltsübersicht
Vom Handwerk zum ÖPNV und zurückGeneration Z: Jeder Zweite wechselt den JobWas verdient ein Hausmeister?Neuer Beruf, höheres Gehalt

Vom Handwerk zum ÖPNV und zurück

Nach seinem Hauptschulabschluss ließ sich Alex erst zum Gas- und Wasserinstallateur ausbilden. 2.000 kam dann der erste Wechsel: Alex wurde Straßenbahnfahrer in Karlsruhe, bis sich 2023 die Möglichkeit auf einen Umstieg innerhalb des Betriebs anbot. Für den Jobwechsel innerhalb des Betriebs entschied er sich, weil er wieder handwerklich arbeiten wollte.

Generation Z: Jeder Zweite wechselt den Job

Alex ist mit seinem Jobwechsel nicht allein: Eine im Auftrag des Karrierentzwerks Xing durchgeführte Forsa Umfrage (externer Link) aus dem Jahr 2025 zeigt, dass insbesondere viele Arbeitnehmer der Generation Z – das sind die Jahrgänge 1997 bis 2012 – über einen Jobwechsel nachdenken. Fast jeder zweite von ihnen (48 Prozent) konnte sich vorstellen, den Arbeitgeber noch im laufenden Jahr zu wechseln. 54 Prozent von ihnen hatten das bereits einmal getan. Ein Grund für den häufigen Wechsel: das zu niedrige Gehalt. In älteren Jahrgängen ist etwa jeder Dritte wechselwillig, Boomer bilden mit 15 Prozent Wechselbereitschaft das Schlusslicht. Für Alex war sein steigendes Gehalt für den Jobwechsel zwar nicht ausschlaggebend, aber ein positiver Nebeneffekt.

Was verdient ein Hausmeister?

Alex erhält monatlich ein Grundgehalt von 3.896 Euro (Vergütungsgruppe 8, Stufe 6). Zusätzlich stehen ihm gemäß ETV-Tarifvertrag eine „neue allgemeine Zulage“ von 30 Euro und eine „Amts/Stellenzulage“ von 49 Euro zu, sodass sein Gesamtbrutto 3.975 Euro beträgt. Von seinem gesetzlichen Netto werden neben den üblichen Sozialabgaben noch 22 Euro für die betriebliche Altersvorsorge und 40 Euro für Bausparen abgezogen.

Sein Auszahlungsbetrag beträgt bei Steuerklasse 4 somit 2.458 Euro. Weitere 40 Euro überweist der Arbeitgeber direkt an die Bausparkasse. Im Jahr 2024 erzielte Alex ein Jahresbrutto von 49.262 Euro. Das aktuelle Gehalt des 46-Jährigen liegt über dem Mediangehalt eines Hausmeisters, das laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit bei 3.391 Euro liegt. Es übersteigt auch sein damaliges Gehalt als Straßenbahnfahrer, das zuletzt 3.356 Euro im Monat betrug.

Neuer Beruf, höheres Gehalt

Alex hatte beim Jobwechsel nicht mit einer Gehaltserhöhung gerechnet, dieser Aspekt machte die Arbeit für ihn aber noch lukrativer: „Das war das i-Tüpfelchen“. Der Anstieg ist auf seine Eingruppierung im Tarifvertrag zurückzuführen. Darüber hinaus hatte er als Straßenbahnfahrer keine Wochenend- und Nachtdienste, dadurch fielen mögliche Zuschläge weg.

Ein Jobwechsel zahlt sich nicht nur bei Alex aus: Eine Studie der Bertelsmann Stiftung (externer Link) aus dem Jahr 2025 kam zu dem Ergebnis, dass ein Wechsel in einen Beruf mit höherem Anforderungsbereich durchschnittlich zu einem Gehaltsplus von 6,9 Prozent führt, bei gleichem Niveau sind es 5 Prozent.

Alex ist nicht nur zufrieden mit seinem Gehalt: Die Anerkennung, die er für seine Arbeit als Hausmeister von seinen Kollegen und Kolleginnen bekommt, macht ihn glücklich. Er sagt: „In diesen Beruf zu wechseln, war der beste Schritt, den ich je hätte machen können.“

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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