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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Der rosarote Elefant“: Wie ein Trauma eine ganze Familie prägt
Kultur

„Der rosarote Elefant“: Wie ein Trauma eine ganze Familie prägt

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 17. April 2026 10:47
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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Claudia Brunnmeier-Müller sitzt mit ihrer Familie im Garten ihres Hauses in Gangkofen im Landkreis Rottal-Inn. Gemeinsam blättern sie in alten Fotoalben – Geburten, Hochzeiten, Ausflüge und viele lachende Gesichter. „Es ist erstaunlich wie vielfältig das Leben war und ist und gleichzeitig ist auch so ein Schleier drüber“, sagt die 53-Jährige. Denn was auf diesen Fotos nicht sichtbar ist: Ein Trauma, das ihre ganze Familie betrifft.

Inhaltsübersicht
Wenn das Unsichtbare die Familie prägtHilfe ist oft schwer erreichbar

Jahrzehnte hat es gedauert, bis sie öffentlich über das sprechen konnte, was ihr als Kind und Jugendliche angetan wurde – sexueller Missbrauch innerhalb der eigenen Familie. Der Täter ist inzwischen gestorben. Die Folgen der Taten ziehen sich durch ihr gesamtes Leben. „Aber zunehmend werden diese Phasen, in denen ich vollkommen untergehe, weniger, auch dank langjähriger Therapie und Begleitung“, erzählt sie.

Wenn das Unsichtbare die Familie prägt

In ihrem Buch gibt sie diesem Unsichtbaren einen Namen: der „rosarote Elefant“. „Im Prinzip wissen alle, dass da etwas ist, aber keiner spricht darüber und trotzdem ist er immer da und spürbar“, so Claudia Brunnmeier-Müller. Der „Elefant im Raum“ bleibt nicht ohne Folgen für die Familie.

Auch ihre Tochter Rachel Müller erinnert sich an eine Kindheit, die nach außen perfekt wirkte, sich aber anders angefühlt hat. „Ich war vorher ganz oft wütend auf meine Mama, weil ich mir gewünscht habe, dass sie mehr da ist, auch emotional“, sagt sie. 2012 spricht die Mutter erstmals offen mit ihren Kindern darüber, was ihr passiert ist. Für ihre inzwischen 29-jährige Tochter war das neben dem Schock auch eine Erleichterung: „Weil ich vorher immer das Gefühl hatte, ich bin nicht richtig“.

Hilfe ist oft schwer erreichbar

Gerade im ländlichen Raum fehlt es häufig an Fachberatungsstellen für Opfer sexualisierter Gewalt. Einige Anlaufpunkte sind aus Fraueninitiativen entstanden. Bis heute kämpfen viele dieser Vereine um ausreichende Finanzierung. Gleichzeitig gilt: Wo es keine sichtbaren Angebote gibt, wird oft gar keine Hilfe in Anspruch genommen. Und das, obwohl der Bedarf da wäre.

Das Polizeipräsidium Niederbayern registrierte im vergangenen Jahr knapp 1.500 Sexualstraftaten, davon 147 angezeigte Taten im Landkreis Rottal-Inn. Über die Hälfte der erfassten Opfer waren unter 21 Jahre. Die Dunkelziffer dürfte jedoch höher sein, denn nicht alle Opfer zeigen ihre Täter an, so wie Claudia Brunnmeier-Müller. „Das muss man genau abwägen. Ich hätte das die meisten Jahre meines Lebens nicht gekonnt.“

Ihre Tochter hat einen eigenen Weg gefunden, mit dem Erlebten umzugehen: Musik. Bei Lesungen begleitet sie ihre Mutter mit selbstgeschriebenen Liedern. „Ich hatte zum ersten Mal das Gefühl, wenn Menschen meine Musik hören, verstehen sie, warum sie da ist“, sagt sie. Ein Weg von vielen, das Unsichtbare sichtbar zu machen.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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