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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Sozialstaats-Reform: Bayern wollen höhere Steuern auf Vermögen
Wirtschaft

Sozialstaats-Reform: Bayern wollen höhere Steuern auf Vermögen

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 27. April 2026 08:49
Von Christin Freitag
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2 min. Lesezeit
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Mehr arbeiten? Lieber nicht!

Wie stehen die Menschen in Bayern zur Aussage „Wir müssen endlich wieder mehr arbeiten, um unseren Wohlstand in Deutschland zu sichern“? Die Skepsis überwiegt. 60 Prozent stimmen nicht zu, 36 Prozent sind offen. Damit liegt Bayern im bundesweiten Durchschnitt. Die höchste Ablehnung gibt es in Brandenburg und Berlin, wo je 73 Prozent nichts von „Mehr Arbeit für mehr Wohlstand“ halten.

Inhaltsübersicht
Mehr arbeiten? Lieber nicht!Sozialleistungen nur für Migranten, die gearbeitet haben?Grafik: Ansichten zur Sozialpolitik

Mehr arbeiten, um den Wohlstand zu sichern – das halten aufgeschlüsselt nach Parteipräferenz bundesweit nur die Anhänger der Union mehrheitlich für richtig. Bei den Anhängern der anderen derzeit im Bundestag vertretenen Parteien geht das dagegen für die Mehrheit in die falsche Richtung. Mit 90 Prozent am deutlichsten bei Unterstützern der Partei Die Linke.

Interessantes Detail: Lediglich in der Altersgruppe ab 70 Jahren, also in der zumindest weitgehend nicht mehr arbeitenden Bevölkerung, ist bundesweit die Mehrheit für mehr Arbeit (49 zu 46 Prozent).

Sozialleistungen nur für Migranten, die gearbeitet haben?

72 Prozent der Befragten in Bayern sind für eine andere Reform des Sozialstaats: Migranten sollten nur dann Sozialleistungen bekommen, wenn sie hier längere Zeit gearbeitet haben. Bundesweit liegt die Zustimmung bei 66 Prozent. Allerdings unterscheidet die Frage nicht nach Lebenssituationen und Sozialleistungen, sie definiert auch nicht das Wort „länger“. Das Bundesverfassungsgericht leitet aus dem Grundgesetz ab, dass allen Menschen in Deutschland ein menschenwürdiges Existenzminimum zusteht.

Persönliche Einschnitte akzeptieren, um die Sozialsysteme für die Zukunft zu sichern – das können sich 50 Prozent in Bayern vorstellen, 45 Prozent nicht. Nach der genauen Art der Einbußen, zum Beispiel bei der Rente oder beim Arbeitslosengeld, wurde nicht gefragt. Besonders im Osten Deutschlands (mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern) ist zu persönlichen Einschnitten nur eine Minderheit bereit.

Grafik: Ansichten zur Sozialpolitik

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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