In einem Masthähnchenbetrieb im oberbayerischen Buchbach im Landkreis Mühldorf am Inn ist die hoch ansteckende Newcastle-Krankheit ausgebrochen. Betroffen sind drei Stallungen, insgesamt mussten nach Angaben des Landratsamts Mühldorf am Inn rund 77.000 Masthähnchen getötet werden.
Drastische Maßnahmen sollen Weiterverbreitung verhindern
Der Betrieb wurde nach tierseuchenrechtlichen Vorschriften sofort gesperrt. Tiere dürfen weder in den Bestand hinein- noch herausgebracht werden. Rund um den Hof wurde eine Schutzzone mit einem Radius von mindestens drei Kilometern eingerichtet. Daran schließt sich eine Überwachungszone von mindestens zehn Kilometern an. In beiden Gebieten gelten besondere Sicherheitsmaßnahmen. Außerhalb der Schutz- und Überwachungszone gelten keine besonderen Maßnahmen. Das Landratsamt Mühldorf erinnert Geflügelhalterinnen und -halter daran, ihre Tierhaltung dringend zu melden.
Die beiden jetzt festgelegten Zonen überschneiden sich nach Angaben des Landratsamts teilweise mit den Restriktionszonen, die nach einem Ausbruch im Gemeindebereich Oberbergkirchen am 12. Mai eingerichtet worden waren. Die Überwachungszone reicht demnach erneut auch in Teile der Landkreise Erding und Landshut hinein. In der letzten Zeit war es in Bayern mehrfach zu Ausbrüchen der Newcastle-Krankheit gekommen.
PETA fordert Kurswechsel in der Landwirtschaft
Die Tierrechtsorganisation PETA hat sich angesichts der Newcastle-Fälle in der Region Mühldorf öffentlich zu Wort gemeldet und fordert einen Kurswechsel in der Landwirtschaft – weg von Tierhaltung hin zu veganem Ökolandbau. Zudem appelliert PETA an Landrat Max Heimerl (CSU), Ausstiegsprogramme für Betriebe zu stärken. PETA betonte, die Organisation habe einen entsprechenden Strategieplan (externer Link) bereits im Mai 2025 veröffentlicht.
Mit Informationen von dpa

