Erwerbstätige in Deutschland haben im vergangenen Jahr so viele Medikamente verschrieben bekommen wie noch nie. Das geht aus einer Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die rund 6,2 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen lösten Rezepte für mehr als 34 Millionen Arzneimittel ein.
Vor allem Herz-Kreislauf-Medikamente und Blutdrucksenker
Am häufigsten verordnet wurden Herz-Kreislauf-Medikamente wie Blutdrucksenker. Nach Angaben der TK steigt die Zahl der verordneten Tagesdosen in diesem Bereich seit 25 Jahren kontinuierlich. Auffällig sind dabei die Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Männer erhalten fast doppelt so viele Herzmedikamente wie Frauen. Auf Platz zwei folgen Präparate gegen Magen-Darm-Beschwerden und Sodbrennen, dahinter Medikamente für das Nervensystem, darunter Antidepressiva.
Verordnungen steigen weiter – regionale Unterschiede
Insgesamt wurden mehr als zwei Milliarden Tagesdosen abgerechnet. Das entspricht durchschnittlich 292 Tagesdosen je Erwerbsperson. Gegenüber dem Vorjahr stieg das Verordnungsvolumen damit um 2,6 Prozent. Regional zeigen sich deutliche Unterschiede: Die meisten Medikamente wurden in Sachsen-Anhalt mit durchschnittlich 329 Tagesdosen je Erwerbsperson verschrieben, dicht gefolgt vom Saarland mit 328. Am niedrigsten lag der Wert in Baden-Württemberg mit 257 Tagesdosen. Für die Auswertung analysierte die Techniker Krankenkasse die Arzneimittelverordnungen ihrer rund 6,2 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sowie arbeitslos gemeldeten Mitglieder.
Mit Informationen von dpa.

