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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Extremsommer 2026: Was die Hitze Bayerns Wirtschaft kostet
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Extremsommer 2026: Was die Hitze Bayerns Wirtschaft kostet

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 25. August 2026 11:47
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Die Umweltorganisation Greenpeace hat in einer Schätzung (externer Link) die gesamtwirtschaftlichen Schäden durch Hitze, Trockenheit und Dürre während des Sommers 2026 beziffert: 36 bis 42 Milliarden Euro sollen durch Hitze, Trockenheit und Dürre verlorengegangen sein. Neben der Arbeitsproduktivität berücksichtigt Greenpeace unter anderem Ernte- und Waldschäden, gesundheitliche Folgen, Niedrigwasser sowie Schäden an Straßen und Schienen.

Inhaltsübersicht
Greenpeace: Zahl gibt „plausible Größenordnung“Wenn Niedrigwasser die Lieferketten trifft

Wie sehr bedroht der Klimawandel die Wirtschaft? Und was tut die Bundesregierung? Darüber sprach BR24 mit BR-Korrespondentin Kirsten Girschick aus dem BR-Hauptstadtstudio in Berlin. Außerdem ordnet Wirtschaftsexpertin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (externer Link) das Thema ein.

Greenpeace: Zahl gibt „plausible Größenordnung“

In der Berechnung stützt Greenpeace einzelne Positionen auf aktuelle Daten, andere auf Annahmen und Erfahrungen aus früheren Dürrejahren. So rechnet die Organisation bei der Arbeitswelt mit geschätzten 25 Hitzetagen bundesweit; bei Waldschäden und fehlendem Futtermittel orientiert sie sich teilweise am Dürrejahr 2018. Die Summe ist deshalb keine Bilanz tatsächlich eingetretener Schäden, sondern eine Schätzung der Größenordnung.

Greenpeace räumt diese Unsicherheiten auf BR24-Anfrage ein. Ziel sei auch keine punktgenaue Kostenschätzung, sondern eine plausible Größenordnung. Doppelzählungen habe man nach Möglichkeit vermieden, teilte die Organisation mit. So seien etwa bestimmte Folgen von Luftverschmutzung nicht zusätzlich angesetzt worden, weil sie teilweise bereits in Gesundheitskosten enthalten sein könnten. Gleichzeitig sieht Greenpeace die 36 Milliarden Euro als Untergrenze. Kosten, die etwa durch Probleme im Energiesystem oder den Verlust von Ökosystemleistungen entstehen, seien nicht vollständig eingerechnet.

Und auch andere Organisationen versuchen sich daran, die wirtschaftlichen Schäden zu schätzen. Das Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmen Prognos hat im Juli für BR24 einen Schaden in Höhe von 73 Millionen Euro berechnet – pro Hitzetag. In dieser Zahl stecken vor allem Produktivitätsverluste, Arbeitsausfälle und Arbeitsunfälle. Was Hitze und Dürre darüber hinaus anrichten, ist deutlich schwerer zu beziffern.

Wenn Niedrigwasser die Lieferketten trifft

Wie schnell das Wetter auf die Wirtschaft durchschlagen kann, zeigt in diesem Sommer zum Beispiel die Donau. Das Niedrigwasser brachte die Binnenschifffahrt in Bayern nach Angaben der Staatsregierung zeitweise nahezu zum Erliegen (externer Link). Ab Regensburg war die Donau Mitte August wirtschaftlich nicht mehr befahrbar.

Der Freistaat und andere Bundesländer setzten deshalb für mehrere Wochenenden das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lastwagen teilweise aus. Güter, die wegen des niedrigen Wasserstands nicht mehr per Schiff transportiert werden konnten, sollten auf die Straße ausweichen. Das Innenministerium begründete die Ausnahme mit dem Ziel, Einschränkungen im Güterverkehr durch Ersatztransporte auf der Straße abzufedern.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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