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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Das ist ein Schlussmacher“: Befremden über Putins „Wunderwaffe“
Kultur

„Das ist ein Schlussmacher“: Befremden über Putins „Wunderwaffe“

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 28. November 2024 15:47
Von Uta Schröder
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5 min. Lesezeit
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💡 Peter Jungblut beobachtet für BR24 Kultur die Debatten hinter den Meldungen rund um den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Dazu verfolgt er russische Medien, Telegram-Kanäle und Social Media, und wertet die Einschätzungen / Stimmen dort dazu feuilletonistisch aus und ordnet ein. So zeigen wir, wie Millionen Menschen innerhalb der russischsprachigen Welt über die Ereignisse diskutieren.

Inhaltsübersicht
„Kunde wird zufrieden sein“„Wir warten auf Jesus“„Kalt sollten eure Augen blicken“„Lasst die Russen sich freuen“

„Ein Mensch, der nicht mal sich selbst betrügen kann, hat auf der Erde nichts verloren“, heißt es ironisch in Iwan Turgenjews Roman „Ein Adelsnest“ (1859). Gerade Todgeweihte bezeichneten ihre Wunden doch oft als „halb so schlimm“, verweigerten sich also der Realität, um durchhalten zu können.

Daran fühlte sich ein russischer Polit-Blogger mit 66.000 Fans erinnert (externer Link), als Präsident Wladimir Putin von angeblich einmaligen Superraketen schwärmte, die der Westen „nicht so bald“ entwickeln könne. Diese Art Wunderglaube stieß eher auf Befremden. „Hören Sie auf, sich einzubilden, dass Sie mit nur einer neuen Rakete alle Defizite seit dem [Kriegsbeginn im] Februar 2022 beheben können“, so der Kommentar des erwähnten Bloggers, der seine Landsleute vor einem „Placebo“-Effekt warnte. „Wunderpillen“ aller Art seien ja in der Regel völlig unwirksam.

„Kunde wird zufrieden sein“

Bei einem Auftritt in Kasachstan hatte Putin der offiziellen Homepage des Kremls zufolge geprahlt, Russland stelle „zehn Mal“ mehr Raketen her als alle NATO-Staaten zusammen und werde die Produktion um weitere 30 Prozent steigern: „Auf unserer Speisekarte werden in naher Zukunft möglicherweise weitere Produkte auftauchen. Wie man in solchen Fällen zu sagen pflegt, der Kunde wird garantiert zufrieden sein.“

Die Projektile der experimentellen „Haselnuss“-Überschallrakete („Oreschkin“) würden bis zu 4.000 Grad heiß, so Putin: „Wenn ich mich richtig erinnere, beträgt die Temperatur auf der Sonnenoberfläche 5.500 bis 6.000 Grad. Daher wird alles, was sich im Zentrum der Explosion befindet, zertrümmert, ja in Elementarteilchen zerlegt und buchstäblich in Staub verwandelt. Die Rakete trifft sogar stark geschützte Objekte in großen Tiefen.“

„Wir warten auf Jesus“

Patriarch Kyrill I., das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, fühlte sich offenbar angesprochen und rühmte die „Haselnuss“-Rakete als „Schlussmacher“ (wörtlich: Stopp-Maschine; externer Link): „Bis sie im Westen herausfinden, was wir erdacht haben und nachmachen können, was wir getan haben, wird Zeit vergehen. Wir haben unseren Wissenschaftlern zu danken, die unglaubliche Waffen, fantastische Waffen herstellen und einen Albtraum für jene westlichen Strategen geschaffen haben, die Russland mit militärischer Gewalt besiegen wollen.“ Gläubige müssten keine Angst vor dem Weltuntergang haben, Panik sei aus „spiritueller Sicht nicht sinnvoll“. Kyrill wörtlich: „Wir warten auf den Herrn Jesus, der in großer Herrlichkeit kommen, das Böse vernichten und alle Nationen richten wird.“

„Kalt sollten eure Augen blicken“

Klar, dass der rechtsextreme „Philosoph“ Alexander Dugin (externer Link) schwärmte, Putin predige bereits wie der biblische Prophet Ezechiel, der für seine Gewaltvisionen gegen Ungläubige bekannt ist („Kalt sollen eure Augen blicken, und ihr sollt kein Mitleid haben!“).

Weniger fanatische „Patrioten“ reagierten ausgesprochen befremdet. Exil-Blogger Abbas Galljamow (101.000 Follower) höhnte (externer Link): „Es gibt kaum etwas, was die Russen mehr verschrecken könnte als ein solcher Versuch [des Patriarchen], sie zu beruhigen. Das Predigen ist wahrlich nicht die stärkste Seite der russischen Orthodoxie. Es wäre besser, wenn er stillschweigend Weihrauch schwenken würde.“ Es sei fraglich, ob der Westen vor T-Shirts mit dem Aufdruck „Stirb langsam“ Angst habe, so ein Blogger mit 154.000 Fans. Ein weiterer ähnlich wichtiger Kommentator (externer Link) warnte den Patriarchen ironisch davor, von der Apokalypse zu sprechen: „Wovor haben die Russen noch Angst, wenn sowieso alles zu Ende geht? Sie könnten aus Versehen die Regierung stürzen und damit dem Ende der Welt den Spaß verderben.“

„Lasst die Russen sich freuen“

Politologe Andrei Nikulin (externer Link) schrieb mit Blick auf den Absturz des Rubels gegenüber dem US-Dollar spöttisch: „Es ist ja hinlänglich bekannt, dass der Wechselkurs des Rubels mit Hilfe der ‚Haselnuss‘-Rakete steigt. Sie nähren sich sozusagen gegenseitig. Schauen Sie nur auf die Aktienkurse.“ Kolumnist Dmitri Drise meinte zum Vorschlag von Kommunistenchef Sjuganow, den 21. November künftig zum Gedenktag von Putins „Wunderwaffe“ zu machen: „Grundsätzlich: Warum eigentlich nicht? Das ist auf jeden Fall besser als eine nukleare Eskalation. Lasst die Russen sich freuen.“

Nüchternes Fazit eines Bloggers zur „Wunderwaffen“-Debatte: „Welche Möglichkeiten hat Russland? Im Großen und Ganzen keine. Nur Verhandlungen oder den Einsatz taktischer Atomwaffen. Letzteres wird jedoch dem Leben der Elite ein Ende setzen.“

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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