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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Oscar-Preisträgerin Diane Keaton gestorben
Kultur

Oscar-Preisträgerin Diane Keaton gestorben

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 13. Oktober 2025 00:47
Von Uta Schröder
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4 min. Lesezeit
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Diane Keaton ist tot. Die Oscar-Preisträgerin starb im Alter von 79 Jahren, wie ihre Familie mehreren US-Medien mitteilte. Keaton wurde vielen Filmliebhabern 1972 bekannt durch das Mafia-Epos „Der Pate“ von Francis Ford Coppola, wo die erst 25-Jährige die blonde Ehefrau von Michael Corleone (Al Pacino) spielt.

Inhaltsübersicht
Oscar für Rolle in Woody Allens „Stadtneurotiker“Broadway-Debüt schon mit 22 JahrenKeaton spielte mit zahlreichen FilmstarsMutter von zwei AdoptivkindernBis zuletzt in der Filmbranche aktiv

Oscar für Rolle in Woody Allens „Stadtneurotiker“

Es folgten unzählige weitere Filmrollen. 1978 bekam Keaton den Oscar und den Golden Globe für ihre Rolle der Annie Hall im Film „Der Stadtneurotiker“ von Woody Allen. Dort spielte sie eine junge Frau aus dem Mittleren Westen, die nach New York kommt, um Karriere als Sängerin zu machen.

Der Film hat durchaus autobiographische Züge. Denn auch im wirklichen Leben hatte die junge Diane Keaton in New York eine Beziehung mit Woody Allen. Nach ihrer Trennung blieben die beiden befreundet und arbeiteten in sieben weiteren Filmen zusammen. Außerdem arbeitete sie auch als Regisseurin.

Broadway-Debüt schon mit 22 Jahren

Geboren wurde die Tochter eines Ingenieurs und einer Hausfrau 1946 in Los Angeles, sie wuchs mit drei Geschwistern im kalifornischen Santa Ana auf. Nach der Ausbildung zur Schauspielerin am Neighborhood Playhouse in New York gab Keaton schon mit 22 Jahren ihr Broadway-Debüt im Musical „Hair“.

Das Theater sei aber eigentlich nie ihr Ding gewesen, sagte Keaton einmal. „Ich bin keine echte Schauspielerin. Die Wahrheit ist, ich möchte das nicht jede Nacht wieder machen. Was ich an Filmen mag, ist, dass man es immer wieder versuchen kann. Ich mag Fragmente.“

Keaton spielte mit zahlreichen Filmstars

In ihrer mehr als 50 Jahre dauernden Schauspiel-Karriere erfand Keaton sich immer wieder neu. Neben dem „Stadtneurotiker“ und dem Film „Reds“ von Regisseur Warren Beatty war sie noch zwei weitere Male als beste Hauptdarstellerin für den Oscar nominiert, 1997 in „Marvins Töchter“ an der Seite vom damaligen Jungstar Leonardo DiCaprio und 2004 in „Was das Herz begehrt“, einem Liebesfilm mit Jack Nicholson.

Ähnliche Komödienrollen als eher wohlhabende Frauen in beigefarbener Kleidung spielte sie beispielsweise auch im „Club der Teufelinnen“ mit Bette Middler und Goldie Hawn. Keaton war darüber hinaus als Sprecherin tätig und verkörperte 2016 unter anderem die Mutter der Hauptfigur in „Findet Dory“.

Mutter von zwei Adoptivkindern

Verheiratet war Keaton nie – aber auch ohne Mann wollte die US-Schauspielerin Kinder und adoptierte im Alter von 50 Jahren erst eine Tochter und dann einen Sohn. „Viele Dinge sind damals in meinem Leben passiert, die zu der Entscheidung geführt haben zu adoptieren. Mein Vater war krank und ist gestorben. Und eine Beziehung ging zu Ende. So musste ich schauen, was ich mit dem Rest meines Lebens anfangen will.“ Die Mutterschaft habe ihrem Leben Sinn gegeben, sagte Keaton. „Ich war immer sehr mit mir selbst beschäftigt. Und das hat mein ganzes Leben verändert.“

Bis zuletzt in der Filmbranche aktiv

Auch öffentlich zeigte Keaton, dass sie mit ihrem Leben zufrieden war. Zum 77. Geburtstag 2023 gratulierte sie sich gar auf Instagram selbst und schrieb dazu: „Happy Birthday an die Liebe meines Lebens … mich!“

Keaton trat bis zuletzt immer wieder vor die Kamera, zuletzt war sie im vergangenen Jahr in der Komödie „Summer Camp“ mit Kathy Bates und Alfre Woodard zu sehen.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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