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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Radio: BR-Programme punkten bei Jüngeren und mit Info-Angeboten
Kultur

Radio: BR-Programme punkten bei Jüngeren und mit Info-Angeboten

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 17. Juli 2026 09:46
Von Uta Schröder
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4 min. Lesezeit
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Rund sechs Millionen Menschen hören deutschlandweit jeden Tag eines der sieben Radio-Programme des Bayerischen Rundfunks. Allein mit diesen Audio-Angeboten erreicht der BR damit fast die Hälfte der Bevölkerung in Bayern – genau gesagt: 47 Prozent. BR-Informationsdirektor Thomas Hinrichs findet das „phänomenal“ und betont, dass der BR weiter „auf das Radio mit seiner unvergleichlichen Stabilität“ setzen werde. Auch wenn die Hörerzahlen etwas gesunken sind, bleibt Bayern1 dabei das mit Abstand meistgehörte Radioprogramm in Bayern – deutlich vor Antenne Bayern, dem reichweitenstärksten kommerziellen Angebot.

Inhaltsübersicht
BR24-Radio erfolgreichstes Informationsangebot in ganz DeutschlandBayern 3 gewinnt viele JüngereMA-Zahlen basieren auf Umfrage und Hochrechnung

BR24-Radio erfolgreichstes Informationsangebot in ganz Deutschland

Ein paar Zahlen stechen aus dem reichhaltigen Datensalat der Media-Analyse heraus. Erstens der hohe Zuspruch für die Infowelle BR24Radio. Etwa 700.000 Menschen beziehen Nachrichten, Hintergründe und Einordnungen Tag für Tag über die Infowelle des BR – womit BR24Radio die erfolgreichste Informationswelle in ganz Deutschland ist. Der BR-Informationsdirektor bringt dieses Ergebnis mit den krisenreichen Zeiten in Verbindung, in der viele Menschen sehr verunsichert seien und erklärt es auch mit der professionellen Arbeit des Teams. Als „sachlich, nüchtern, gut erklärend“ beschreibt Thomas Hinrichs diese und glaubt, dass die Menschen schätzten, dass hier Ereignisse in den Zusammenhang gestellt würden.

Auch das zweite Wortprogramm des BR, Bayern2, bleibt stabil: Über eine halbe Million Menschen schaltet das Kulturprogramm deutschlandweit ein – und das seit vielen Jahren. Was Programmchef Stefan Maier mit dem zuverlässigen Themenmix aus Kultur, Politik, Gesellschaft und auch Unterhaltung erklärt.

Bayern 3 gewinnt viele Jüngere

Die zweite bemerkenswerte Zahl betrifft Bayern3. Die Welle gewinnt Hörerinnen und Hörer hinzu, vor allem auch bei den Jüngeren in der Altersklasse von 14 bis 49 Jahren. Und das, obwohl Bayern3 mit seiner Ausrichtung mehr als alle anderen in direkter Konkurrenz zu „sozialen Medien“ steht. „Eine Mega-Leistung“, freut sich Diane Dotzauer, die im BR für Bayern3 zuständig ist. Denn es sei nicht leicht, die Aufmerksamkeit der jungen Leute zu bekommen, die nach den Zahlen auch länger bei Bayern3 bleiben: durchschnittlich über zweieinhalb Stunden am Tag, zwanzig Minuten mehr als bisher. Insgesamt gehören rund 1,5 Millionen der 2,3 Millionen Bayern3-Hörer der Altersgruppe zwischen 14 und 49 Jahren an.

Auch in einer anderen Zielgruppe legt der BR zu. Der digitale Spartensender BRHeimat gewinnt weiter Hörerinnen und Hörer. Mehr als eine Viertelmillion Menschen entscheidet sich inzwischen täglich für das Volksmusikangebot des BR mit starkem Bayernbezug.

MA-Zahlen basieren auf Umfrage und Hochrechnung

Die Zahlen zur Radio-Nutzung werden nicht absolut ermittelt, sondern nach detaillierten Telefonbefragungen hochgerechnet. Bei den neuesten Zahlen gilt dabei die Besonderheit, dass sich die Grundgesamtheit um rund eine Million Menschen verringert hat auf Basis des Mikrozensus, also der Bevölkerungszählung. Das wiederum bedeutet, dass Verluste an der ein oder anderen Stelle nicht nur dem Programm geschuldet sein könnten.

BR-Informationsdirekt Thomas Hinrichs nimmt hier insbesondere die Lokalradio-Anbieter in Schutz. Diese hätten zwar zum Teil an Hörern verloren, so Hinrichs, aber das liege nicht am Angebot, sondern am veränderten Zensus. Er freue sich, dass der BR mit den Lokalradio-Anbietern gemeinsam das Radio-Publikum in Bayern auf „formidable Art und Weise“ abdecken könne.

Über die ma Audio

Die ma Audio ist die Konvergenzstudie der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma) für Radio und Audio. Die hier ausgewiesenen Reichweiten umfassen die Radionutzung über alle Verbreitungswege inklusive Online und DAB+.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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