Bei dem großangelegten Hackerangriff am Montag auf Kühlsysteme in Europa sind in Frankreich auch mehrere Blutbanken attackiert worden. Die dort gelagerten Blutkonserven seien aber nicht beschädigt worden, teilte das französische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit.
Sicherheit dank Alarmsystemen
„Mehrere regionale Einrichtungen des französischen Blutspendedienstes (EFS) waren von einem Cybersicherheitsvorfall betroffen, der bestimmte Überwachungs- und Kontrollsysteme in Kühlräumen beeinträchtigte“, erklärte das Ministerium. „Die Situation ist nun unter Kontrolle und wird genau überwacht. (…) Die Sicherheit der Blutkonserven konnte dank der Überwachungs- und Alarmsysteme der Einrichtungen sowie der sofort eingeleiteten Vorsichtsmaßnahmen gewährleistet werden.“
Nun wird geprüft, wie die Hacker vorgegangen sind. Die französische Cybersicherheitsbehörde und das Gesundheitsministerium des Landes leiteten Ermittlungen ein.
Edeka-Markt und Metzgerei in Bayern betroffen
Am Montag war es zu einem Hackerangriff auf Supermärkte in mehreren europäischen Ländern gekommen – darunter Schweden, Belgien, Irland und Deutschland. Dabei wurden die Temperatureinstellungen von Kühl- und Gefrieranlagen verändert, so dass tonnenweise Lebensmittel verdarben und entsorgt werden mussten. In Bayern war neben einem Edeka-Markt auch eine Metzgerei betroffen.

