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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Fachkräftemangel: Wirtschaftskiller oder doch nicht so schlimm?
Wirtschaft

Fachkräftemangel: Wirtschaftskiller oder doch nicht so schlimm?

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 4. Februar 2026 08:48
Von Christin Freitag
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5 min. Lesezeit
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Es gibt kaum ein Schlagwort, das Wirtschaftsvertreter jahrelang so oft eingebracht haben wie dieses: Fachkräftemangel. Er bremse die deutsche Wirtschaft, bedrohe den Wohlstand und koste Milliarden. Doch ein genauer Blick auf die Zahlen lässt Zweifel aufkommen.

Inhaltsübersicht
Viele offene Stellen – und trotzdem sind Millionen ohne JobDas große Problem: Babyboomer gehen in RenteViel ungenutztes Potenzial bei ArbeitnehmernKI als Rettung für den Arbeitsmarkt?Neue Chancen für den Nachwuchs

In der aktuellen Folge des ARD Wirtschafts-Podcasts Plusminus, besprechen Anna Planken und David Ahlf inwiefern der Fachkräftemangel auch eine Chance sein kann. Hier direkt reinhören!

Viele offene Stellen – und trotzdem sind Millionen ohne Job

Laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft waren im Dezember 2025 genau 418.588 Fachkräftestellen unbesetzt. Klingt viel – ist aber weniger als ein Prozent der rund 46 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland. Demgegenüber stehen rund drei Millionen Arbeitslose. Wie kann das sein?

Wenn der Fachkräftemangel wirklich so dramatisch wäre, warum lassen sich diese Lücken dann nicht schließen? Rein rechnerisch müsste nur jeder sechste Arbeitslose auf eine dieser offenen Stellen passen – und das Problem wäre keines mehr. Zumal etwa die Hälfte der Arbeitslosen mindestens eine abgeschlossene Berufsausbildung hat.

Und dann wären da noch die Zahlen zur Erwerbstätigkeit von Frauen: Nur drei von vier arbeiten überhaupt, viele davon in Teilzeit – obwohl fast jede zweite gern mehr arbeiten würde. Hauptgrund: fehlende Kinderbetreuung. Wie groß kann der Fachkräftemangel also tatsächlich sein, angesichts dieses ungenutzten Potenzials? Müssten wir nicht eher von einem Passende-Infrastruktur-Mangel sprechen?

Das große Problem: Babyboomer gehen in Rente

Womöglich aber haben die Betriebe bald wirklich Grund zur Klage. Demnächst nämlich schlägt der demografische Wandel voll zu. In den kommenden 15 Jahren gehen über 13 Millionen Personen in Rente – die Babyboomer. Sie stellen ein Drittel der heutigen Erwerbstätigen dar. Wenn sie erstmal in Ruhestand gegangen sind, dann ist das so, als würde die gesamte bayerische Bevölkerung aufhören zu arbeiten.

Bisher haben die Boomer vieles abgefedert, mit Überstunden, Erfahrung, Improvisation. Doch dieser Puffer verschwindet. Und trotzdem: Der Fachkräftemangel wird die deutsche Wirtschaft nicht killen.

Viel ungenutztes Potenzial bei Arbeitnehmern

Ein wichtiger Teil der Lösung liegt eigentlich auf der Hand. Viele Menschen in Deutschland arbeiten unter ihren Möglichkeiten. Und zwar nicht, weil sie eigentlich mehr Stunden arbeiten könnten, wie die aktuelle Lifestyle-Teilzeit-Debatte vermuten lässt. Fast die Hälfte der Beschäftigten fühlt sich laut einer YouGov-Umfrage (externer Link) im Job schlichtweg unterfordert.

Darunter leidet die Produktivität im Land und zwar in doppelter Hinsicht. Viele Menschen könnten eigentlich mehr schaffen, als ihnen ihre Stellen abverlangen. Und da sie sich nicht ausgelastet fühlen, sinkt die Motivation und bringt die Produktivität noch mehr in den Keller.

Zusätzlich bremst die Bürokratie und frisst Zeit, besonders im öffentlichen Dienst und im Gesundheitswesen. Ein Schlüssel wären Fort- und Weiterbildung, um das Potenzial der Menschen zu heben. Unternehmen haben ihre Angebote eigenen Angaben zufolge zuletzt aufgestockt, bemängeln aber, dass die Maßnahmen von den Mitarbeitenden nicht genug angenommen werden. Hier müsste also dringend etwas geschehen, denn Fortbildung ist in Zeiten des Strukturwandels entscheidend.

KI als Rettung für den Arbeitsmarkt?

Künstliche Intelligenz kann helfen, Sand aus dem Wirtschafts-Getriebe zu bekommen: Sie übernimmt viele Absprachen und Verhandlungen. Sogenannte KI-Agenten könnten künftig in Unternehmen Prozesse optimieren und für reibungslosere Abläufe sorgen. Folgen: weniger Meetings, kein Papierkram, kaum mehr Leerläufe.

Und KI kann sogar helfen, Wissen zu sichern, das beim Weggang der Boomer sonst verloren ginge. Forschungsprojekte zeigen, wie die älteren Semester KIs trainieren und ihre Erfahrungen so für Jüngere nutzbar machen können (externer Link). Künstliche Intelligenz kann also auf verschiedenen Wegen den Fachkräftemangel beheben oder zumindest abfedern.

Neue Chancen für den Nachwuchs

Und was heißt das für jede und jeden Einzelnen, der jetzt nach Möglichkeiten auf der Karriere-Leiter sucht? Der Arbeitsmarkt-Experte Philipp Riedel von der Vermittlungsagentur YER Deutschland sagt: „Die Gewinner der nächsten Jahre arbeiten mit Menschen und mit den Händen.“ Die Berufe der Zukunft sind also dort, wo KI so schnell nicht weiterhilft: Handwerk, Pflege, soziale Berufe, Energietechnik. Aber auch IT bietet weiter Chancen – allerdings weniger in der Programmierung, als vielmehr in der Steuerung und Verantwortung.

So gesehen ist der Fachkräftemangel kein unabwendbares Schicksal. Er ist das Ergebnis eines Arbeitsmarkts, der sein Potenzial nicht effizient nutzt. Künstliche Intelligenz könnte hier der Game-Changer für den Arbeitsmarkt werden und helfen die Boomer-Lücke zu schließen.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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