Gold gilt als „sicherer Hafen“
Gold gilt in Krisenzeiten als „sicherer Hafen“ für Investoren. Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed, die durch Trumps wiederholte Angriffe auf Fed-Chef Jerome Powell angeheizt wurden, verstärken diese Nachfrage.
Weltweit, vor allem in Schwellenländern wie China, haben Zentralbanken ihre Goldreserven deutlich erhöht, um ihre Währungsreserven vom US-Dollar unabhängiger zu machen. Auch die jüngsten Zinssenkungen der Fed tragen zum Anstieg des Goldpreises bei, da niedrigere Zinsen andere Anlageformen wie Staatsanleihen weniger attraktiv machen.
Experten prognostizieren weiter steigende Preise
Gold gilt als wertbeständig und hat viele Krisen überstanden, was es zu einer beliebten langfristigen Investition macht. Die Stiftung Warentest empfiehlt, rund zehn Prozent des Gesamtvermögens in Gold anzulegen. Anleger sollten jedoch nur Kapital investieren, das sie langfristig entbehren können. Einige Banken erwarten trotz des Anstiegs noch höhere Goldpreise. Goldman Sachs hob seine Prognose für Ende 2026 auf 5.400 Dollar je Feinunze an.
Deutschlands Goldreserven in den USA
Deutschland besitzt nach den USA die zweitgrößten Goldreserven weltweit. Rund 37 Prozent des Bestands lagern in Tresoren der US-Notenbank Fed in New York. Ende 2024 hatte die Deutsche Bundesbank rund 3.352 Tonnen Gold, was einen Wert von etwa 270 Milliarden Euro entsprach. Der private Goldbesitz in Deutschland wird auf etwa 9.000 Tonnen geschätzt.
Mit Informationen von dpa

