Honorarkürzungen für Psychotherapeuten
Zuletzt sorgten Honorarkürzungen für Psychotherapeuten für Aufsehen und deutschlandweite Demonstrationen: Die gesetzlichen Krankenkassen kürzten die Honorare für ambulante Therapien zum 1. April um 4,5 Prozent. Die Begründung: Die Honorare für Psychotherapie seien seit 2013 um mehr als 50 Prozent gestiegen. In anderen ärztlichen Praxen läge der Anstieg bei 30 Prozent. Kritiker und Psychotherapeuten fürchten jedoch, dass sich die ambulante psychotherapeutische Versorgung dadurch massiv verschlechtern könnte.
Schon vor dem Beschluss erwies es sich als schwierig, einen Therapieplatz zu bekommen: In Bayern warteten Patienten laut einer Erhebung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns im Jahr 2023 im Durchschnitt 97 Tage lang auf den Beginn ihrer Therapie.
Was verdient ein Psychotherapeut?
2024 machte Gregory einen Umsatz von 126.000 Euro, das entspricht einem durchschnittlichen monatlichen Gewinn nach Steuern von rund 6.500 Euro. Monatlich zahlt Gregory in die Krankenkasse und in das Versorgungswerk der Psychotherapeuten ein, somit bleiben ihm rund 5.900 Euro.
Laut Bundesagentur für Arbeit (externer Link) liegt das monatliche Median-Gehalt für Psychotherapeuten bei 4.594 Euro brutto. Gregory liegt mit seinen Einkünften aus der Privatpraxis also deutlich über dem Median. „Ich habe viele Freiheiten durch meine Selbstständigkeit, ich würde es jederzeit wieder so machen.“

