Tempo 80 versus 140 – fast die Hälfte eingespart
Runter vom Gas zu gehen lohnt sich auch für jeden Einzelnen. Je nach Tempo kann nämlich an der Zapfsäule so einiges gespart werden. Ein Extrembeispiel: Der VW Golf ist das am häufigsten zugelassene Auto Deutschlands. Betrachtet man das gut zehn Jahre alte Modell Golf VII, dem Durchschnittsalter deutscher Autos, so kommt heraus: Bei 160km/h verbraucht der Benziner nach 100 Kilometern 9,8 Liter, bei 80km/h sind es nur 4,2 Liter. Bei einem Literpreis von 2,06 € für Super E10 wären demnach 11,54 € eingespart worden. Im analogen Fall mit Dieseltreibstoff bei einem Literpreis von 2,23 € sind es 9,59 €, da Dieselmotoren einen höheren Wirkungsgrad haben, also weniger Verbrauchen.
Die Werte für 160 km/h sind Schätzwerte für eine konstante Autobahnfahrt; bei Steigungen oder schwerer Beladung liegen sie oft noch etwas höher. Ab 100 km/h steigt der Verbrauch überproportional an, fast um 50 Prozent bis 140 km/h, denn der Luftwiderstand wächst im Quadrat zur Geschwindigkeit.
Das zeigt sich insbesondere bei größeren Autos und SUVs wie dem neuesten BMW X1: Bei 140km/h im Vergleich zu 160km/h können die Fahrenden 2,3L Benzin auf 100 Kilometer einsparen, und damit 4,74 €. Bei Diesel sind es „nur“ 1,7L und 3,79 €: Der Diesel hält den Aufschlag bei hohem Tempo besser im Zaum, da er im Volllastbereich effizienter arbeitet als ein kleiner Turbobenziner.
Tankrabatt versus Tempolimit: Die Sparpotenziale
Die Bundesregierung hat auf die steigenden Spritpreise reagiert und einen kurzfristigen Tankrabatt von 17 Cent je Liter angekündigt. Vergleicht man die Einsparpotenziale mit einem Tempolimit, zeichnet sich ein eindeutiges Bild: Um mit einem Rabatt dieselbe Ersparnis wie durch den Wechsel von 160 auf 120 km/h zu erzielen, müsste der Benzinpreis rechnerisch um etwa 70 bis 80 Cent pro Liter sinken.

