Der Logistikdienstleister Dachser steigerte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2025 auf rund 8,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem neuen Höchstwert in der Unternehmensgeschichte. Der Konzern ist zufrieden, gerade weil das konjunkturelle Umfeld schwierig sei. Aktuell belastet der Irankrieg das Geschäft.
Hohe Treibstoffpreise und weniger Kapazität für Luft- und Seefracht
Der Krieg im Nahen Osten verknappt die Kapazitäten für Luft -und Seefracht. Insbesondere auf der Route von Asien nach Europa, sagt der Vorstandsvorsitzende von Dachser, Burkhard Eling. Noch stärker würden aber die gestiegenen Treibstoffpreise den Markt unter Druck setzen und Transporte verteuern. „Wir haben mit den steigenden Kosten sowohl beim Treibstoff für Lkw als auch für Kerosin und Seefracht natürlich zu kämpfen. Wir sehen eine Kostensteigerung von rund 25 Prozent bei den Treibstoffkosten, 50 Prozent mehr bei Diesel als zum Beginn der Krise und von daher trifft es uns natürlich“, sagt Eling.
Dachser will Flotte der Elektro-Lkw ausbauen
Einen Großteil der höheren Kosten könne man aber an die Kunden weitergeben über so genannte „Dieselfloater“. Das sind Kraftstoffzuschläge, um schwankenden Dieselpreisen entgegenzuwirken. Diese sind in der Branche üblich und werden im Vorfeld vertraglich vereinbart.
Um sich weiter von hohen Dieselpreisen unabhängig zu machen, setzt Dachser auf Elektro-Lkw und will seine Flotte hier weiter ausbauen. Bisher sind allerdings erst 200 LKW elektrisch unterwegs. Zu wenig, um die aktuelle Steigerung des Dieselpreises auszugleichen, so Eling.

