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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > 200 Jahre Brailleschrift: Für mehr Selbstbestimmung
Wissen

200 Jahre Brailleschrift: Für mehr Selbstbestimmung

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 8. September 2025 09:50
Von Michael Farber
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4 min. Lesezeit
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Sechs Punkte, angeordnet wie bei der „Sechs“ auf einem Würfel, von denen einige als kleine Erhebungen auf Papier oder anderen Oberflächen ertastbar sind. Damit können Buchstaben, aber beispielsweise auch Zahlen dargestellt werden. Dank der sogenannten Brailleschrift können blinde und sehbehinderte Menschen selbstständig lesen und mit entsprechenden Hilfsmitteln wie Computer oder einer speziellen Schreibmaschine auch eigenständig Texte verfassen.

Inhaltsübersicht
Brailleschrift – geniale Erfindung eines JugendlichenDas bis heute beste System für BlindenschriftBekommt die Brailleschrift Konkurrenz durch Digitalisierung?Eine Schrift für die Unabhängigkeit blinder und sehbehinderter Menschen

Brailleschrift – geniale Erfindung eines Jugendlichen

Vorgestellt wurde die Blindenschrift 1825 von dem Franzosen Louis Braille, der als Kind nach einem Unfall mit einem spitzen Werkzeug in der Sattlerwerkstatt seines Vaters beide Augen verlor. Schon während seiner Jugend experimentierte er an einem praktischen Schriftsystem, das blinden Menschen ebenso viel Selbstständigkeit ermöglichen sollte, wie die buchstabenbasierte sogenannte Schwarzschrift den Sehenden. Dabei orientierte sich Braille an bereits existierenden Methoden wie der ebenfalls ertastbaren Nachtschrift, die für das französische Militär entwickelt wurde, um in der Dunkelheit Befehle ohne Zuhilfenahme von Licht übermitteln zu können.

Mit gerade mal 16 Jahren stellte Louis Braille seine neue Blindenschrift fertig. Anfangs konnte sich seine Erfindung nicht durchsetzen, teilweise stieß sie sogar auf großen Widerstand. Erst nach seinem Tod entwickelte sich die Schrift zu einem Standard, der bis heute weltweit angewendet wird.

Das bis heute beste System für Blindenschrift

Für Aleksander Pavkovic, Experte für Brailleschrift und digitale Barrierefreiheit beim Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund und selbst von Geburt an blind, ist die Brailleschrift ein bis heute unerreichter Geniestreich: Alle anderen Versuche, blinden Menschen eine Schrift zu geben, seien deswegen gescheitert, weil man nie auf eine gute Lesegeschwindigkeit gekommen ist.

Anders als beispielsweise eine Schrift mit erhabenen Buchstaben, die eine komplizierte Struktur besitzt und die für das Abtasten eine gewisse Größe braucht, folgt die Brailleschrift einem entscheidenden Prinzip: „Ein Zeichen muss unter einer Fingerkuppe Platz haben. Dann kann man mit dem Finger drüberfahren und dann funktioniert das Entziffern so schnell, dass man wirklich auf ein gutes Lesetempo kommt“, so Alexander Pavkovic.

Bekommt die Brailleschrift Konkurrenz durch Digitalisierung?

Inzwischen halten immer mehr digitale, KI-gestützte Sprachprogramme Einzug in den Alltag von blinden und sehbehinderten Menschen. Ohne Frage eine sinnvolle Ergänzung. Doch vollständig ersetzen können etwa Apps auf dem Smartphone die analoge Brailleschrift nach Meinung der blinden Mathematik- und Informatiklehrerin Annette Pavkovic, der Ehefrau von Alexander Pavkovic, nicht. Zum Beispiel dann, wenn sich blinde Menschen im öffentlichen Raum orientieren müssen.

Nicht nur die oftmals komplizierte Handhabung der Geräte macht sie laut Annette Pavkovic zu einem oftmals wenig hilfreichen Werkzeug: „Der Zugangsunterschied liegt darin, dass ich digitale Informationen nur akustisch bekomme und sie durch den akustischen Klangteppich, der sich um mich herum bewegt, filtern muss.“

Positive Beispiele wie etwa am Münchner Hauptbahnhof sucht man auch heute noch oftmals vergeblich: Hier sind die Geländer, die zu den Gleisen führen, sowohl mit erhabenen Buchstaben als auch mit Brailleschrift versehen – für Blinde und Sehbehinderte eine wichtige Orientierungshilfe. Eine flächendeckende Beschriftung mit Brailleschrift im öffentlichen Raum würde so nicht nur die Barrierefreiheit verbessern. Es wäre auch ein wichtiger Schritt zur Gleichstellung gegenüber sehenden Menschen.

Eine Schrift für die Unabhängigkeit blinder und sehbehinderter Menschen

Trotz digitaler Lese- und Vorleseunterstützung wird die Brailleschrift somit wohl auch in Zukunft unverzichtbar bleiben. Nach Meinung von Alexander Pavkovic hat das aber nicht nur rein praktische Gründe: „Wenn mir jemand einen Text vorliest, dann leiht er mir den Text irgendwie, aber wenn ich ihn selber lese, dann gehört er mir richtig. Das ist ein riesengroßer Unterschied.“ So hat Louis Braille mit seiner genialen Erfindung nicht nur das Leben der blinden und sehbehinderten Menschen vereinfacht, sondern ihnen auch vor allem eins gegeben: Selbstbestimmung.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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