Die klassische To-do-Liste gehört für viele zum Alltag – auch für die Journalistin und Buchautorin Katrin Wilkens. „Ich habe tatsächlich auch immer eine To-do-Liste“, sagt die Autorin. Auf ihrem Schreibtisch lägen regelmäßig Zettel voller Aufgaben, die nach und nach rot durchgestrichen werden. „Das gibt einem ein ganz gutes, befriedigendes Gefühl. Guck mal, was ich heute alles geschafft habe.“ Katrin Wilkens hat ein ganzes Buch zum Thema Listen veröffentlicht: „Was zählt? 50 Listen, die dich durchs Leben begleiten“.
Warum das Abhaken so zufrieden macht, hat für Wilkens mit einem grundlegenden menschlichen Bedürfnis zu tun. Listen demonstrierten „auf eine ganz kurze und unkomplizierte Art und Weise Selbstwirksamkeit“. Wer erledigte Aufgaben abhakt, sehe unmittelbar, was geschafft wurde. Das könne helfen, sich eine Pause zu gönnen oder unangenehme Aufgaben nicht weiter aufzuschieben.
Erledigtes abhaken macht glücklich
Dabei sind Listen weit mehr als bloße Gedächtnisstützen. In ihrem Buch hat Wilkens 50 Listen zu ganz unterschiedlichen Themen zusammengestellt – von Fehlannahmen über das Leben bis hin zu Wissenswertem über Kleintiere oder die Bibel. Entstanden sei die Idee aus ihrer Arbeit als Berufsberaterin. „Zu uns kommen immer Frauen, die an einem Tag einen neuen Job haben wollen“, erzählt sie. Um Menschen schnell kennenzulernen, frage sie oft: „Was wäre denn für Sie eine wichtige Liste?“

