WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Thomann: Der bayerische Händler, der Amazon Paroli bietet
    31. August 2026
    Trinkgeld bei Kartenzahlung: Immer mehr, immer dreister?
    31. August 2026
    Altersvorsorgedepot: Was Riester-Sparer wissen müssen
    31. August 2026
    THG-Prämie: Gut für E-Auto-Besitzer, schlecht für die Umwelt?
    31. August 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    Haben Instagram und Co. das Reisen zerstört?
    30. August 2026
    GTA 6: Lang ersehnter Trailer sprengt das Netz
    28. August 2026
    Kinder und Tiere im Auto vergessen – helfen Warnsysteme?
    28. August 2026
    Bill Gates warnt: Die Welt ist nicht auf KI vorbereitet
    27. August 2026
    Wird KI uns irgendwann alle umbringen?
    25. August 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Raus aus dem Gedankenkarussell: Was gegen Grübeln hilft
    30. August 2026
    Psilocybin im Gehirn: Studie findet Ordnung im Chaos
    30. August 2026
    Medikamente wie Ozempic: Was, wenn sie Haarausfall verursachen?
    28. August 2026
    Schmetterlinge: Fieberthermometer für den Klimawandel
    28. August 2026
    Mondfinsternis über Bayern: Kein „Blutmond“ und doch spektakulär
    27. August 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    NS-Raubkunst: Rückgabe zweier Reliefs dank Foto von 1933
    31. August 2026
    Zurück nach Schwabing: Die Lach- und Schieß zieht wieder um
    31. August 2026
    Die Dynamik des Schweigens: „Die Lücken“ von Shida Bazyar
    31. August 2026
    Superbloom 2026 zeigt: Der Neustart im Olympiapark gelingt
    31. August 2026
    „Holz macht alles mit“: So geht „Zeichnen“ mit der Kettensäge
    31. August 2026
  • Lesezeichen
Gerade: EU-Projekt: Hobbygärtner forschen nach den besten Bohnen
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > EU-Projekt: Hobbygärtner forschen nach den besten Bohnen
Wissen

EU-Projekt: Hobbygärtner forschen nach den besten Bohnen

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 13. September 2025 20:48
Von Michael Farber
Teilen
4 min. Lesezeit
Teilen

 

Die Vielfalt der Bohne: Das Citizen-Science-Vorhaben „Increase“ läuft in Deutschland unter dem Namen „Lass die Bohnen sprießen“. Mitmachen können Hobbygärtner, Balkonbesitzer, Schulen und sogar Kindergärten.

Inhaltsübersicht
Der Anfang: Bohnenkerne aus aller Welt per PostDie App will wissen: Wie gut ist der Ertrag?Daten für die Wissenschaft und Werbung für die BohnenHausgarten hat Vorteile gegenüber der GenbankErkenntnisse aus dem Hausgarten in GersthofenAnmeldung ab November wieder möglich

Der Anfang: Bohnenkerne aus aller Welt per Post

Im Frühling hat Oliver Krüger aus Gersthofen bei Augsburg Post bekommen. Sechs kleine Tüten mit unterschiedlich farbigen Aufklebern und Nummern darauf und jeweils mehreren Bohnenkernen drin. In fünf davon waren alte Bohnensorten, aus aller Welt, zufällig ausgelost aus mehr als 1.000 Sorten und die sechste war eine moderne Universalsorte zum Vergleich. Der leidenschaftliche Hobbygärtner hat alle sechs ausgesät: Drei Sorten Stangenbohnen und drei Sorten Buschbohnen.

Die App will wissen: Wie gut ist der Ertrag?

Zum Forschungsprojekt gehört eine App, über die Bohnenfotos hochgeladen werden sollen. Dort gibt man auch ein, wann die einzelnen Sorten blühen oder wie viel man erntet. Es gibt auch eine Meldung, die heißt „Pflanzentod“. Die hat Oliver Krüger gleich im Frühjahr gebraucht. Denn die drei Stangenbohnensorten, die er bekommen hat, haben nicht gekeimt. Unter der Rubrik „Pflanzentod“ werden verschiedene Ursachen angeboten: Krankheit, Hitze, Trockenheit oder Unfall.

Daten für die Wissenschaft und Werbung für die Bohnen

Das Projekt hat mehrere Ziele gleichzeitig: Es soll Wissenschaftlern und Züchtern einen reichen Datenschatz liefern über die Anbaueigenschaften der Bohnensorten. Zum Beispiel: welche internationalen Sorten wachsen in welcher Region besonders gut? Die Bohnen sollen darüber hinaus mehr Raum bekommen in den Gartenbeeten und auf den Tellern, weil sie einerseits ein proteinreiches und nachhaltiges Lebensmittel sind. Andererseits wird mit dem Anbau die Sortenvielfalt erhalten.

Und dann gibt es auch noch ein drittes Ziel, so Kerstin Neumann vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben. Sie ist Wissenschaftlerin hinter dem Citizen-Science-Projekt. „Wir möchten, dass die Teilnehmer, die Bohnen von uns bekommen, nicht nach dem ersten Jahr aufhören, sondern dass die mit ihrer eigenen Ernte weitermachen.“ So könne eine „Erhaltungscommunity“ entstehen, die über die App dann miteinander Saatgut tauschen kann.

Hausgarten hat Vorteile gegenüber der Genbank

Das große Plus, wenn sich die Hobbygärtner um den Samenerhalt kümmern: Sie bauen die Bohnensorten jedes Jahr an und sammeln kontinuierlich zusätzliche Erfahrungen. Viel mehr, als wenn die Sorten in einer Genbank wie in Gatersleben lagern, wo sie nur alle 20 Jahre in die Erde kommen und dazwischen als Kerne tiefgekühlt und dunkel aufbewahrt werden, so Kerstin Neumann.

Die Erbanlagen aller Bohnensorten des Projektes sind sequenziert und mithilfe der Daten aus den Hausgärten sind die Wissenschaftler vielleicht bald in der Lage, Rückschlüsse zu ziehen, „zum Beispiel welche Gene welche Merkmale bestimmen, wenn man da eine Art statistische Verrechnung mit den Daten macht.“ Also welche Gene zum Beispiel dafür verantwortlich sind, dass die Bohnen früher blühen oder später.

Erkenntnisse aus dem Hausgarten in Gersthofen

Hobbygärtner Oliver Krüger hat herausgefunden, dass alle seine Bohnensorten 14 Tage nach dem Blühen erntereif waren – als grüne Bohnen. Eine Sorte war als Bohnensalat kein Genuss – die Hülsen waren zäh. Wird er sie nächstes Jahr aussortieren? „Nee, ich nehm die Samen schon alle“. Einige Hülsen hängen noch an den Pflanzen, und sobald die Kerne trocken und reif sind, erntet er sie.

„Einen Teil tu’ ich mir dann beiseite, dass ich die nächstes Jahr aussäen kann und den Rest ess ich dann halt.“ Zum Beispiel als Eintopf. Die drei internationalen Buschbohnensorten gedeihen in seinem schwäbischen Hausgarten prächtig, findet er.

Anmeldung ab November wieder möglich

Kommendes Jahr läuft die vorerst letzte Runde des Bohnenforschungsprojekts. Wer auch gern sechs von über 1.000 internationalen Sorten im Garten oder auf dem Balkon ausprobieren möchte, kann sich ab November bei „Increase“ anmelden.

 

Dir gefällt vielleicht

Raus aus dem Gedankenkarussell: Was gegen Grübeln hilft

Psilocybin im Gehirn: Studie findet Ordnung im Chaos

Medikamente wie Ozempic: Was, wenn sie Haarausfall verursachen?

Schmetterlinge: Fieberthermometer für den Klimawandel

Mondfinsternis über Bayern: Kein „Blutmond“ und doch spektakulär

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
Vorheriger Artikel Modellprojekt an Bayerns Grundschulen: Schreibschrift adé?
Nächster Artikel Bestsellerautorin Nina George gegen KI
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

NS-Raubkunst: Rückgabe zweier Reliefs dank Foto von 1933
Kultur 31. August 2026
Zurück nach Schwabing: Die Lach- und Schieß zieht wieder um
Kultur 31. August 2026
Die Dynamik des Schweigens: „Die Lücken“ von Shida Bazyar
Kultur 31. August 2026
Thomann: Der bayerische Händler, der Amazon Paroli bietet
Wirtschaft 31. August 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?